Hund vegan ernähren: Ein umfassender Guide klärt auf

In diesem umfassenden Guide wird die Frage "Kann ich meinen Hund vegan ernähren?" geklärt.

Ein heikles Thema, das die Hundebesitzer-Nation seit Jahren spaltet: Hund vergan ernähren oder doch nicht? Wir haben recherchiert und Informationen aus unterschiedlichen Quellen zusammengetragen. Doch eines vorweg: DIE richtige Antwort auf diese Frage gibt es nicht. Jeder Hundebesitzer muss selbst entscheiden, ob er seinen Liebling vegan ernähren möchte oder nicht.

Hund vegan ernähren: Darauf musst du achten

Die vegane Hundeernährung ist seit Jahren sehr umstritten. Den Hund rein pflanzlich zu ernähren ist aber relativ einfach. Wichtig dabei ist, dass die Vierbeiner mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt werden. Entweder man kauft veganes Fertigfutter, oder bereitet die veganen Mahlzeiten selbst zu. Eine ausgewogene Hundeernährung sollte dabei immer sehr ernst genommen werden!

Vegane Hundeernährung ist erlaubt, sofern der Hund alle notwendigen Nährstoffe erhält.

Im konventionellen Hundefutter befindet sich nicht nur pures Fleisch, sondern auch Häute, Blut, Federn, Hufen, Mägen, Knochen und andere Körperteile von toten Tieren. Oft wird Hundefutter auch aus Körperteilen erkrankter oder verendeter Tiere hergestellt. Kein Mensch würde das essen! Seit es die Tierfutter-Industrie gibt, erkranken immer mehr Hunde an Übergewicht und Krebs.

Hunde besitzen das Gebiss von einem Fleischfresser und haben keine Mahlzähne. Ihre Zähne sind dafür gedacht, Beute zu fangen und Fleischstücke heraus zu reißen. Außerdem haben Hunde einen anderen Verdauungstrakt. Das bedeutet, dass ihr Dünn- und Dickdarm viel kürzer ist und überwiegend für die fleischliche Ernährung ausgelegt ist. Je pflanzenreicher die Ernährung ist, desto länger sind auch die Verdauungsorgane.

Wissenswertes: Die Darmlänge einer Kuh beträgt ca. 60 Meter, wohingegen ein Hunde-Darm zwischen 2-7 Metern lang ist.

Ernährungstipps für Hunde: Diese Nährstoffe muss ein Hund erhalten

Hunde benötigen in ihrer Mahlzeit

  1. Proteine
  2. Kohlenhydrate
  3. Gemüse
  4. Öl und
  5. zusätzliche Nährstoffe.

Faktencheck: Ohne das Beimischen von Öl können Hunde die Enzyme nicht aufnehmen.

Der Kohlenhydratanteil liegt bei ca. 40%, der Anteil an Proteinen bei ca. 30%, Gemüse sollte zu ca. 27% vorhanden sein und Öl zu ca. 3%. Spaghetti mit Tomatensoße und Gemüsereis kann nicht nur Menschen, sondern auch Hunden serviert werden. Beim Kochen sollte man jedoch auf Salz, Zucker und Gewürze verzichten.

Nährstoffe wie Taurin, L-Carnitin, Eisen, Mineralstoffe wie Jod, Eisen, Phosphor, Kalzium , Vitamin E, B12 und D sollten der veganen Hundeernährung beigemischt werden.

Ein abwechslungsreicher Speiseplan hat also noch keinem Vierbeiner geschadet. Es sollte auf alle Fälle sichergestellt sein, dass keine giftigen Lebensmittel für Hunde enthalten sind.

Mangelerscheinungen bei veganer Hundeernährung

Fleisch garantiert die Zufuhr an Vitamin E, B 12 und Mineralstoffen wie Jod, Eisen, Phosphor, Kalzium und Proteinen. Diese befinden sich vor allem in rohen Fleisch. Viele Hundebesitzer nutzen Soja als Alternative, dabei fehlen jedoch die erwähnten Mineralstoffe, sodass diese ergänzend verabreicht werden müssen. Zusätzlich wird Soja unter hohem Einsatz von Pestiziden angebaut und besitzt hormonell wirksame Bestandteile.

Vorteile einer veganen Hundeernährung

  • Geruchsarme Ausscheidungen
  • Geringe Mengen an Ablagerungen an den Gelenken und daher geringeres Risiko für Gicht
  • Selten bis keine Verdauungsprobleme
  • Weniger anfällig für Krankheiten wie Krebs oder Schilddrüsenunterfunktion
  • Entlastung der Umwelt

Für die Produktion von 1 kg Rindfleisch müssen unglaubliche 15.000 Liter Wasser fließen.

Nachteile von fleischloser Ernährung des Hundes

  • Nährstoffmangel kann auftreten
  • Wissen muss angeeignet werden
  • Mehraufwand in der Zubereitung
  • Hunde-Verdauungstrakt ist nicht geeignet

Medizinische Sicht auf die vegane Ernährung von Hunden

An der Wiener Universität wurde an 20 Hunden die Wirkung von veganer Hundeernährung untersucht. Das Ergebnis zeigt, dass die Ernährungsumstellung keine gesundheitliche Auswirkung auf die Vierbeiner hatte. Jedoch besteht Bedarf an einer Langzeitstudie, da die Studiendauer nur ein halbes Jahr betrug.

Hund vegan ernähren oder doch nicht?

Diese Frage muss sich jeder Hundebesitzer selbst stellen. Egal, ob vegane Hundeernährung oder nicht, beide Formen der Ernährung haben positive und negative Aspekte, wie oben beschrieben. Ein fleischloses Hunde-Keks für Zwischendurch ist mit Sicherheit nie verkehrt. Deshalb haben wir für deinen Vierbeiner ein superleckeres Rezept für ein fleischloses Hunde-Keks gesucht:

Fleischloses Rezept für Hunde-Kekse

Zutaten:

  • 9 Tassen Vollkornmehl
  • 3 Tassen Wasser
  • 1 Tasse Nährhefe
  • 1 EL Salz
  • 1 EL Basilikum

Zubereitung:

Die trockenen Zutaten mischen und ca. 3 Tassen Wasser hinzugeben. Anschließend alles zu einem ausrollbaren Teig kneten und in einer Stärke von ca. 4mm ausrollen. Schneide die gewünschte Form aus und backe alles bei 180 Grad für 10-15 Minuten.
Wichtig: Die Hunde-Kekse nach dem Backen über Nacht oder wenigstens für eine Dauer von 8 Stunden stehen lassen, damit sie hart und knusprig werden.

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