Die 10 häufigsten Katzenkrankheiten

28. Februar 2019

So kannst du deine Katze vor den häufigsten Katzenkrankheiten schützen

Die 10 häufigsten Katzenkrankheiten

Es gibt unzählige Krankheiten, unter denen deine Katze leiden kann. So unterschiedlich wie die Katzenkrankheiten sind, so unterschiedlich sind auch die damit verbundenen Symptome. Wenn deine Katze plötzlich ihr Fressen verweigert, kann das ein Indiz auf eine Krankheit sein. Mittlerweile gibt es gegen viele Katzenkrankheiten eine Impfung. Ab welchem Alter und wie oft du deine Mieze impfen lassen kannst, hängt von der jeweilige Impfung ab.

Zu den 10 häufigsten Katzenkrankheiten zählen:

  1. Katzenschnupfen
  2. Katzenseuche
  3. Katzenleukämie
  4. Feline Infektiöse Peritonitis
  5. Nierenschwäche
  6. Katzendiabetes
  7. Schilddrüsenüberfunktion
  8. Parasiten
  9. Toxoplasmose
  10. Wurmbefall

Erfahre in dieser Übersicht die Definition, Symptome, Behandlung, Ansteckungsgefahr und die Risikogruppen der jeweiligen Katzenkrankheiten.

Katzenkrankheiten-Symptome-und-Behandlung

Katzenschnupfen

Definition: Katzenschnupfen ist eine der häufigsten Katzenkrankheiten. Es handelt sich um eine Infektionskrankheit, die Entzündungen hauptsächlich im Bereich der Augen und Atemwege hervorruft.

Symptome: Zu den gängigsten Symptomen gehören

  • Häufiges Niesen
  • Schluckbeschwerden
  • Entzündete Augen
  • Ständiger Ausfluss aus Nase und Augen

Behandlung: In der Regel wird Katzenschnupfen mit Antibiotika behandelt. Regelmäßiges Impfen kann helfen.

Ansteckung: Andere Katzen können den Erreger aufnehmen, Menschen nicht.

Risikogruppe: Junge Katzen sind besonders oft betroffen. Das liegt daran, dass in den jungen Jahren das Immunsystem noch nicht so weit ausgebaut ist. Daher zählen auch alte und schwache Katzen zu der Risikogruppe.

Katzenseuche

Definition: Bei der Katzenseuche handelt es sich ebenfalls um eine der häufigsten Katzenkrankheiten, die durch das Parvovirus entsteht. Für schwache Katzen kann die Katzenseuche sogar tödlich enden.

Symptome: Meist kommt es zu

  • Fieber
  • Verweigerung von Fressen
  • Erbrechen und
  • Durchfällen

Behandlung: Tierärzte greifen hier zu elektrolythaltigen Infusionen. Auch Breitband-Antibiotika und Mittel gegen Brechreiz können zum Einsatz kommen. Mit einer Schutzimpfung im Vorfeld kann eine Ansteckung verhindert werden.

Ansteckung: Die Viren können zwar nicht auf den Menschen übertragen werden, der Mensch kann als Überträger agieren und andere Hauskatzen damit anstecken. Der Virus kann sogar per indirekten Kontakt übertragen werden.

Risikogruppe: Betroffen sind besonders häufig Babykatzen, die das Virus vom nicht geimpften Muttertier übertragen bekommen. Auch ältere Katzen mit schwachem Immunsystem sind oft betroffen.

Katzenleukämie

Definition: Die Erkrankung ist langwierig und kann akut oder chronisch verlaufen. Gemeint sind zahlreiche Tumore, die von Zellen im Knochenmark gebildet werden.

Symptome: Die Anzeichen treten plötzlich und stark auf.

  • Ein schneller Gewichtsverlust
  • Erbrechen
  • Durchfall oder
  • Fieber

gehören zu den häufigsten Symptomen.

Behandlung: Ein wirkliches Mittel dagegen gibt es nicht. Stattdessen werden die einzelnen Begleiterscheinungen gelindert. Den häufigsten Auslöser, FeLV, kann man durch eine Impfung ausschließen.

Ansteckung: Der Erreger wird von Katzen untereinander übertragen. Der Mensch kann sich damit nicht infizieren.

Risikogruppen: Gerade Katzen mit geschwächtem Immunsystem sowie ungeimpfte Katzen sind oft betroffen.

Feline Infektiöse Peritonitis

Definition: Die weltweit auftretende Erkrankung verläuft in der Regel tödlich. Es wird zwischen einer feuchten und einer trockenen FIP unterschieden.

Symptome:

  • Wochenlanges Fieber
  • Müdigkeit
  • Verweigerung von Fressen
  • Entzündungen des Brust- und Bauchfells

Behandlung: Gegen die FIP gibt es leider kein Heilmittel. Auch eine Impfung gibt es nicht.

Ansteckung: Der Erreger wird von Katzen untereinander übertragen. Der Mensch kann sich damit nicht infizieren.

Risikogruppen: Betroffen sind besonders häufig Babykatzen, die das Virus vom nicht geimpften Muttertier übertragen bekommen. Katzen, die in größerer Anzahl gemeinsam gehalten werden, sind ebenfalls ein Risikofaktor.

Nierenschwäche

Definition: Bei einer Nierenschwäche nimmt die Funktion der Nieren ab. Das kann mehrere Auslöser und Folgen haben.

Symptome: Bei einer Nierenschwäche gibt es kaum Symptome. Daher kann die Krankheit länger unentdeckt bleiben. Starker Durst mit Erbrechen und Verweigerung von Futter können ein Anzeichen sein.

Behandlung: Ob eine Nierenschwäche chronisch ist, kann der Tierarzt mit einer Blutuntersuchung bestimmen. Die Umstellung auf ein Diätfutter kann Abhilfe schaffen.

Ansteckung: Auslöser können Giftstoffe wie Frostschutzmittel, Pestizide, Schwermetalle oder Liliengewächse sein. Übertragbar ist eine Nierenschwäche nicht.

Risikogruppen: Jede dritte Katze, die über 10 Jahre alt ist, hat ein chronisches Nierenproblem.

Katzendiabetes

Definition: Bezeichnet wird damit eine ganze Reihe an Störungen des Stoffwechsels.

Symptome:

  • Struppiges Fell
  • Übermäßiges urinieren und
  • Übermäßiges trinken

können Hinweise sein.

Behandlung: Katzen wird in einem solchen Fall anhand eines Blutzuckerprofils Insulin verabreicht. Es kommen auch blutzuckersenkende Tabletten zum Einsatz.

Ansteckung: Diabetes kann vererbt werden oder durch eine falsche Ernährung entstehen. Weder Katzen noch Menschen können damit angesteckt werden.

Risikogruppen: Übergewichtige Katzen sind besonders gefährdet.

Schilddrüsenüberfunktion

Definition: Dabei produziert die Schilddrüse der Katze zu viele Hormone. Das kann zu Knoten und Geschwüren führen.

Symptome: Ein Abfall des Gewichts trotz starkem Appetit oder häufigeres Urinieren können ein Anzeichen sein.

Behandlung: Der Tierarzt setzt meist Tabletten mit dem Wirkstoff Thiamazol oder Carbimazol ein. Sie hemmen die Überproduktion und werden im Futter aufgelöst.

Ansteckung: Die genaue Entstehung und Ursachen sind bis heute noch nicht geklärt. Eine Ansteckung an andere Katzen oder gar Menschen ist ausgeschlossen.

Risikogruppen: Katzen, die als Welpen mit menschlicher Nahrung gefüttert werden, und Katzen mit einem Jodmangel sind mehr gefährdet als andere Katzen.

Parasiten

Definition: Nicht nur Würmer können eine Katze von innen befallen, sondern auch andere Parasiten wie Zecken und Flöhe.

Symptome: Der Befall ist für Katzen unangenehm, daher kratzen sie sich besonders stark und häufig. Meist kratzen sie sich an den Ohren, da sich Milben dort gerne niederlassen. Symptome können sein:

  • Juckreiz
  • Gerötete Haut
  • Appetitlosigkeit

Behandlung: Dagegen gibt es verschiedene Mittel und Möglichkeiten je nach Art der Parasiten. Insektizidhaltige Bäder, Desinfizieren oder vorsichtiges Entfernen (bei Zecken) gehören dazu. Infektionskrankheiten können mit einer Schutzimpfung verhindert werden.

Ansteckung: Die meisten Parasiten können von der Katze auch auf andere Katzen und den Menschen übertragen werden. Auf eine ausreichende Hygiene sollte geachtet werden.

Risikogruppen: Freigänger, die durch Wiesen und Wälder laufen, zählen genauso zur Risikogruppe wie Katzen, die auf engem Raum zusammenleben.

Toxoplasmose

Definition: Eine Infektion, die auch für Menschen gefährlich werden kann.

Symptome: Oft treten außer Durchfall keine Symptome auf.

Behandlung: Zum Einsatz kommen meist Sulfonamid-Trimethoprim.

Ansteckung: Eine Übertragung auf den Menschen kann stattfinden, besonders für ungeborene Kinder kann das zu einer Gefahr werden.

Risikogruppen: Katzen mit schwachem Immunsystem sind häufiger betroffen.

Wurmbefall

Definition: Würmer breiten sich meist im Magen-Darm-Trakt aus und sind bei Katzen ein weit verbreitetes Problem. Es gibt eine Vielzahl von unterschiedlichen Wurmarten, die eine Katze befallen können.

Symptome:

  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Fehlender Appetit
  • Gewichtsverlust

Behandlung: Nach der Diagnose kommen Wurmkuren in Form von Pasten oder Tabletten zum Einsatz.

Ansteckung: Katzen stecken sich beim Fressen von infizierten Mäusen oder über den Kot anderer Katzen an. Die Übertragung auf den Menschen ist gerade bei Kleinkindern bei Infizierung mit dem Katzenkot möglich.

Risikogruppen: Freigänger sind besonders oft betroffen.

 

Zeigt deine Katze eine der beschriebenen Symptome, solltest du unbedingt sofort deinen Tierarzt kontaktieren. Viele Symptome, wie z.B. Appetitlosigkeit oder Durchfall, können auf unterschiedliche Katzenkrankheiten hindeuten. Eine Diagnose vom Tierarzt ist unabdinglich. Mit den richtigen Behandlungsmethoden ist deine Fellnase hoffentlich bald wieder fit!

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