Wenn du einen Hund hast, wirst du ihn wahrscheinlich schon öfter einmal Gras fressen gesehen haben. Manchmal fressen und verschlucken sie es. Andere Male kauen sie die Grashalme einfach und spucken sie dann aus. Hast du dich jemals gefragt, warum? Oder hast du dir vielleicht ein bisschen Sorgen gemacht? Dann bist du damit nicht allein. Finde im Artikel heraus, warum dein Hund Gras frisst, wann es ungefährlich ist und wann nicht. Außerdem erfährst du hier, auf welche Gefahren du im Sommer achten solltest.

Warum fressen Hunde Gras?

„Warum frisst mein Hund Gras?“, wirst du dich vielleicht fragen. Es gibt nicht DEN EINEN Grund, warum Hunde das tun. Unsere Vierbeiner genießen es aus einer Reihe von verschiedenen Faktoren, ab und zu in der Wiese zu pflücken.

Hier die 5 Hauptgründe, warum dein Hund Gras frisst:

  1. Instinkt
  2. Nährstoffmangel
  3. Magenverstimmung/Krankheit
  4. Langeweile
  5. Angstzustände

Sehen wir uns jeden einzelnen dieser Punkte näher an und was du tun kannst.

1. Grasfressen als Instinkt

Eine einfache Erklärung dafür, warum Hunde Gras fressen, ist ihr Instinkt. Es ist für sie ein natürlicher Trieb – zu jagen und nach Nahrung zu suchen – so wie es die Vorfahren deines besten Hundefreundes vor langer Zeit schon getan haben. In der Vergangenheit überlebten Hunde, indem sie Gras und andere Pflanzen, Fleisch und Knochen sowie Essensreste fraßen, die man in der Nähe von Menschengruppen finden konnte.

Hunde sind natürliche Aasfresser. Sie haben sich so entwickelt, dass sie überall eine Mahlzeit finden, wo auch immer sie hingehen. Ihre Aasfresser-Natur in Kombination mit ihrem Jagdtrieb, der bei einigen Hunderassen immer noch recht ausgeprägt ist, ermöglichte es unseren Vierbeinern, so lange zu überleben und sich weiterzuentwickeln, wie sie es seit Anbeginn ihrer Geschichte tun.

Es wird angenommen, dass das Fressen von Gras eine normale Angewohnheit ist, die von Wildhunden vor langer, langer Zeit geerbt wurde. Damit Hunde damals überleben konnten, brauchten sie gute Jagdfähigkeiten, um als Rudel durchzukommen. Das Fressen von Gras hat sich möglicherweise entwickelt, um ihren Geruch vor ihrer Beute zu verbergen. Im Laufe der Zeit haben sich Hunde zu Allesfressern entwickelt – wie wir Menschen – was erklären könnte, warum sie immer noch Appetit auf Gras haben.

2. Nährstoffmangel

Ein Grund für das Grasfressen deines Vierbeiners könnte sein, dass er wirklich hungrig ist oder eine Mangelerscheinung hat. Wenn seine Nährstoffbedürfnisse nicht erfüllt werden, ist es wahrscheinlicher, dass er am Rasen rupft.

Gras enthält, wie andere Pflanzen, die draußen in der Natur wachsen, Vitamine, Mineralien und Nährstoffe, die gut für deinen felligen Freund sind. Bevor du hausgemachte Mahlzeiten zubereitest, solltest du dich von einer Fachkraft beraten lassen, um sicherzustellen, dass die Ernährung deines Lieblings ausgewogen ist. Wenn du bemerkst, dass dein Hund Gras oder Zimmerpflanzen weggeknabbert hat, solltest du natürliche Kräuter oder gekochtes Gemüse in seine Ernährung aufnehmen.

Hund überlegt, Gras zu fressen


3. Krankheit

Warum frisst dein Hund Gras und erbricht?
Manche Hunde fressen Gras, wenn es ihnen nicht gut geht. Grashalme kitzeln die Kehle des Hundes, was ihm dabei helfen kann, sich zu übergeben. Das wiederum kann deinen Vierbeiner von seinen Beschwerden befreien und ihm helfen, sich besser zu fühlen. Wenn ein Hund versucht, eine Magenverstimmung oder Blähungen auf natürliche Weise loszuwerden, kann Gras den gewünschten Effekt erzielen.

⚠️ Achte jedoch auf eine plötzliche Zunahme des Grasfressens, da dies ein Anzeichen für eine ernstere Grunderkrankung sein könnte, die dein Fellfreund versucht, selbst zu behandeln. In diesem Fall brauchst du sofortige tierärztliche Hilfe.

Weniger als 25% aller Hunde erbrechen nach dem Fressen von Gras.1

Krankheiten schnell erkennen

Zu den ersten Krankheitsanzeichen zählt bei den meisten Tieren, dass sie schlechter schlafen und weniger aktiv sind. Im stressigen Alltag können wir oft die ersten Symptome dafür, dass es unserem Liebling nicht gut geht, übersehen. Hier kann dir der Tractive GPS Tracker für Hunde und Katzen eine große Hilfe sein. Du hast mit dem Tracker die Möglichkeit, dir täglich die Werte deiner Fellnase zu Aktivität und Schlaf anzusehen. Durch die Gesundheitswarnungen wirst du außerdem sofort informiert, sollten die Werte einmal stark von den Durchschnittswerten deines Hundes abweichen. So kannst du potenzielle Probleme frühzeitig erkennen und in der Tierarztpraxis besprechen.

Sebastian Raab, Product Manager bei Tractive

Oft bemerken Haustierbesitzer:innen erst spät, dass ihr Vierbeiner weniger aktiv ist als sonst. Aus diesem Grund haben wir die Gesundheitswarnungen ins Leben gerufen. Fallen die aktiven Minuten des Tieres plötzlich stark ab, könnte das auf eine Infektion oder Schmerzen hindeuten. So kann im Ernstfall schnell gehandelt und Hilfe geleistet werden.”

– Sebastian Raab, Product Manager bei Tractive & gelegentlicher Tiersitter

Doch das ist noch längst nicht alles. Neben den Gesundheitswarnungen hat der Tractive GPS Tracker für Hunde auch noch mehr auf Lager! Weitere tolle Funktionen sind unter anderem:

  • LIVE-Tracking: Orte deinen Vierbeiner jederzeit, egal wo er ist. Und das in Echtzeit.
  • Virtueller Zaun: Markiere sichere Bereiche (z. B. deinen Garten) oder richte eine Tabuzone (z. B. den Garten des Nachbarn) ein, und lass dich benachrichtigen, wenn dein kleiner Ausreißer diesen Bereich betritt und wieder verlässt.
  • Positionsverlauf: Sieh nach, wo dein Liebling in den letzten 365 Tagen war und entdecke alle Lieblingsplätze.
  • Licht und Ton: Finde den Tracker bei Verlust leichter.
  • Energiesparzonen: Verbinde deinen Tracker mit deinem W-LAN und spare Akku, wenn dein Vierbeiner zu Hause ist.
  • Radar-Modus: Finde deinen Tracker mithilfe von Bluetooth, sollte die Netzwerkverbindung schwach sein. Doppelte Sicherheit für euch.
  • Tracker-Freigabe: Lass Freund:innen, Familie, Tiersitter:innen und andere mit dir gemeinsam orten.
  • Achte auf die Fitness deiner Fellnase: Setze Ziele, sieh dir verbrannte Kalorien an und vergleiche die Aktivität mit ähnlichen Haustieren.

Mehr zu Tractive GPS

Brauner Hund trägt den Tractive GPS Tracker

Hab immer ein Auge auf das Wohlbefinden deines Hundes und sieh dir seine täglichen Werte zu Aktivität und Schlaf an, indem du ihn mit einem Tractive GPS Tracker für Hunde ausstattest.

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4. Langeweile

Hunde sind von Natur aus aktive, neugierige Geschöpfe, die sich leicht langweilen, wenn sie nicht genügend gesunde Stimulation und Aktivität erhalten. Sie kauen häufig an Dingen (wie Socken), wenn ihnen langweilig ist und sie „etwas zu tun“ brauchen. Einer der Hauptgründe, warum Hunde Gras fressen – neben den verschiedenen anderen Vorteilen – ist also, dass es einfach Spaß macht!

Tipp: Wenn du einen gelangweilten Hund hast, der Gras frisst, solltest du versuchen, ihn aktiver zu machen, um die Fressattacken zu stoppen. Das könnte häufigere Spaziergänge, längere Ausflüge oder ein schnelleres Tempo bedeuten. Oder einfach mehr Zeit zum Spielen. Mit einem GPS Tracker & Aktivitätstracking für Hunde kannst du dir Fitnessziele setzen und sicherstellen, dass dein Hund in Form bleibt.

Vergewissere dich, dass du deinem Hund immer genügend Beschäftigung bietest und geeignete Dingen zum Kauen zur Verfügung stellst.

5. Nervosität und Angst

Vielleicht greifst du in einer stressigen oder fordernden Situation auch manchmal zu einem Kaugummi, denn es ist allgemein bekannt, dass Kauen beruhigend wirken kann. So kann auch das Knabbern an Gras auf Hunde eine beruhigende Wirkung haben. Wenn dein Hund unter Trennungsangst leidet, kann das Fressen von Gras seine Art der Bewältigung sein.

Tipp: Verbringe mehr Zeit mit deinem Vierbeiner oder hinterlasse ihm persönliche Gegenstände (mit deinem Duft), damit er sie riechen kann, wenn du weg bist. Dies kann dabei helfen, die Gewohnheit des Grasfressens einzudämmen.

Soll ich meinen Hund Gras fressen lassen?

Nachdem wir nun die Gründe kennen, warum Hunde ab und zu Grashalme kauen und schlucken, stellt sich die Frage: Solltest du deinen Hund Gras fressen lassen? In vielen Fällen kann es gesund und harmlos sein. Aber bevor du deinen Vierbeiner grenzenlos grasen lässt, denke daran, dass es Situationen gibt, in denen das Fressen von Gras gefährlich sein kann. Um dir zu helfen, solche Situationen zu vermeiden, lass uns einen Blick auf diese Fälle werfen.

Hund läuft durch das Gras


Mein Hund frisst Gras. Ist das gefährlich?

Gras an sich ist für Hunde nicht giftig. Unabhängig davon, was der eigentliche Grund für den Grasverzehr ist (und der kann von Hund zu Hund unterschiedlich oder eine Kombination mehrerer Faktoren sein), kannst du durchatmen, denn das Fressen von Gras ist ein übliches Verhalten für einen gesunden Hund. Trotzdem gibt es dabei einige Risikofaktoren, über die du Bescheid wissen solltest.

Grannen

Gelegentlich kann Gras, und insbesondere Grannen, im Rachen deines Hundes stecken bleiben. Wenn dein Vierbeiner sich unwohl fühlt, nachdem er Gras gefressen hat, oder wenn er an seinem Maul herumfummelt, könnte das Verzehren von Gräsern die Ursache sein.

Pestizide

Obwohl das Fressen von Gras an sich nicht schädlich ist, solltest du bedenken, dass bestimmte Herbizide und Pestizide, die auf Rasenflächen verwendet werden, ziemlich giftig sein können. Insbesondere, wenn wenn sie verschluckt werden, können sie zu einem Problem werden und sollten daher unbedingt vermieden werden. Das Fressen von Gras kann sich negativ auswirken, wenn Herbizide, Düngemittel, Pestizide oder andere schädliche Chemikalien auf dem Gras sind.

Sprühmittel für den Garten, z. B. zur Unkrautbekämpfung, können Gras und andere Pflanzen giftig machen. Wenn du nicht weißt, ob eine Fläche frei von Chemikalien ist, dann lass deinen Hund nicht darauf grasen. Und denke daran, dass einige Pflanzenarten für Hunde giftig sind!

Abgase

Du solltest deinen Hund von Gras am Rand von Schnellstraßen, Autobahnraststätten oder mitten in der Stadt möglichst fernhalten. Die Abgase von Fahrzeugen setzen sich im Gras fest und werden von deinem Hund mitaufgenommen, wenn er dieses Gras frisst. Lass deinen Hund lieber an Gras knabbern, das in ruhigen, sauberen Gebieten oder im Wald wächst.

Lungenwurm

⚠️ Achtung: Lungenwürmer können deinen Hund befallen, wenn er Schnecken, Frösche oder andere kleine Tiere, die im Gras lauern, frisst und diese mit Larven des Lungenwurms infiziert sind. Die Würmer bewegen sich durch den Körper des Hundes und setzen sich in den Lungenarterien und im rechten Herzen ab, wo sie Eier legen. Die Larven, die aus diesen Eiern schlüpfen, wandern dann in die Lungen, wo sie Husten und Atembeschwerden verursachen können. Auch Abgeschlagenheit und Fieber können auftreten.

Infektionen mit Lungenwürmern können bei einem schweren Verlauf zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen, darunter Blutgerinnungsstörungen, Lungenentzündung, Herzprobleme und in extremen Fällen sogar zum Tod. Hunde können auch chronische gesundheitliche Probleme erleiden, wenn die Infektion nicht behandelt wird. Nicht alle Hunde zeigen jedoch Symptome, daher ist es wichtig, dass du deine Fellnase regelmäßig auf Parasiten untersuchen lässt.

Ab wann sollte ich mir Sorgen machen?

Wenn du bemerkst, dass dein Hund exzessiv, zwanghaft oder häufiger als sonst Gras frisst, kontaktiere deine:n Tierärzt:in. Hole dir außerdem tiermedizinische Unterstützung, wenn deine Fellnase zusätzlich eines der folgenden Symptome zeigt:

  • Grasverzehr im Übermaß
  • Häufiges Erbrechen
  • Durchfall
  • Appetitlosigkeit
  • Gewichtsverlust
  • Blut im Stuhl oder beim Erbrechen
  • Müdigkeit
  • Lecken der Lefzen

Hast du in diesem Beitrag etwas Neues gelernt? Dann teile diesen Artikel mit anderen Hundebesitzer:innen, damit auch sie Bescheid wissen. Und schaue dir das Video unten für weitere Informationen an!

Die Sicherheit von Vierbeinern sowie die Korrektheit unserer Inhalte liegen uns sehr am Herzen. Deshalb wurde dieser Artikel in Zusammenarbeit mit Tierärztin Frau Dr. Iris Fröhlich verfasst.

Dr. Iris Fröhlich, Tierärztin aus Überzeugung

Iris Fröhlich

Seit meiner Kindheit war es mein Wunsch, Tierärztin zu werden. Durch den Abschluss meines Studiums 1999 war es mir dann möglich, meinen Traum zu verwirklichen. Ich sammelte zunächst praktische Erfahrung in Kliniken im In- und Ausland, um dann schließlich 2010 meine eigene Praxis zu eröffnen.

Wir bieten in unserer hochmodern ausgestatteten Praxis neben hauseigenem Blutlabor, digitalem Röntgen und Ultraschall auch diverse Spezialuntersuchungen an, die von unseren Konsiliar-Tierärzt:innen durchgeführt werden. Seit 2013 nehme ich an dem postgradualen Lehrgang „Kleintierchirurgie und Kleintiermedizin“ der ESVPS (European School of Veterinary Postgraduate Studies) teil, um immer am neuesten Stand der Diagnostik und Therapie zu sein und Ihnen die bestmögliche Behandlung anbieten zu können.