Mein Hund frisst nicht: 6 mögliche Gründe und Tipps

15. July 2021

Es kann beängstigend sein, wenn dein Hund nicht frisst. Erfahre die häufigsten Gründe dafür und erhalte Tipps, wie du seinen Appetit wieder anregen kannst.

Schwarz-weißer Hund sitzt am Tisch und wird von einer Hand gefüttert

Wenn dein Hund nicht frisst, ist es normal, dass du dir als fürsorglicher Zweibeiner Sorgen um ihn machst. Wenn du die Gründe dafür kennst, warum dein Liebling nicht frisst, kannst du das Problem besser angehen. Es könnte für deinen Vierbeiner mitunter lebensbedrohlich sein, wenn er keine Nahrung zu sich nimmt. Darum ist es keine Option, hier nicht zu handeln. In diesem Artikel findest du die 6 häufigsten Gründe dafür, warum ein Hund nicht frisst und was du tun kannst. Sobald dein Liebling wieder ein normales Fressverhalten aufnimmt, wirf doch auch einen Blick in unseren Guide, der dir verrät, welches Gemüse du deinem Hund füttern kannst.

Mein Hund frisst nicht: Das sind die häufigsten Gründe:

  1. Stress
  2. Verletzungen und Schmerzen
  3. Medizinische Behandlung 
  4. Krankheit
  5. Alter
  6. Ernährung

Vorübergehende Appetitlosigkeit bei Hunden ist prinzipiell kein Grund zur Sorge. So wie auch bei uns Menschen kann es vorkommen, dass dein Vierbeiner manchmal wegen fehlender Bewegung oder einem Wetterumschwung einfach keinen großen Hunger hat. Wenn er aber länger als zwei Tage nicht frisst, solltest du umgehend tiermedizinische Hilfe aufsuchen¹. Es gibt einige gefährliche Gründe, wenn dein Hund nicht frisst:

1. Stress

Genauso wie für uns Menschen, kann es Hunde stressen, wenn sich etwas in ihrem Umfeld verändert. Das könnte der Grund sein, warum dein Schützling nicht frisst. Eine neue Umgebung, ein neues Familienmitglied im Haushalt oder andere Veränderungen können deinen Hund nervös machen und stressen. Sein Appetit wird zurückkommen, wenn er sich an die neue Situation gewöhnt hat. Trennungsangst und Sorgen können ebenfalls Gründe dafür sein, dass dein Hund nicht frisst.

Was du tun kannst: Versuche herauszufinden, was deinen Hund stresst oder wovor er Angst hat und halte diese Trigger von ihm fern. Ist das nicht möglich, beruhige deinen Hund, indem du mit ihm spielst, ihn knuddelst und mit ihm sprichst. Sei bemüht, die Umgebung deines Hundes so normal und beständig wie möglich zu halten und behalte im Hinterkopf, dass selbst eine neuer Futternapf Stress und Verwirrung bei alten Hunden auslösen kann.

Erfahre, wie du erkennst, wenn Hunde Angst haben.

2. Verletzungen und Schmerzen

Wenn du merkst, dass dein Hund nicht frisst, kann das auch Schmerzen zur Ursache haben. Verletzungen und Beschwerden haben häufig Einfluss auf den Appetit eines Hundes, vor allem, wenn es sich um Zahnschmerzen handelt. Es könnte sein, dass ihnen das Kauen der Nahrung weh tut. Überprüfe das Maul deines Hundes auf Entzündungen, gebrochene oder abgeschlagene Zähne, tumorartige Wucherungen oder andere Körperverletzungen.

Dein Hund könnte auch an einer der folgenden Krankheiten, Verletzungen oder Zuständen leiden, die Schmerzen hervorrufen:

  • Probleme mit den Zähnen, der Zunge, dem Gaumen
  • Parasiten
  • Knochenbrüche
  • Vergiftungen
  • Allergien
  • Depression
  • Tumore
  • Infekte
  • Organische Probleme
  • Neurologische oder Autoimmun-Erkrankungen

Was du tun kannst: Konsultiere umgehend tiermedizinische Fachkräfte, solltest du vermuten, dass dein Hund eine Krankheit, Verletzung oder Schmerzen hat.

3. Medizinische Behandlung

Sollte dein Hund erst kürzlich eine Operation und Anästhesie gehabt haben, könnte dies der Grund für seinen fehlenden Appetit sein. Diese Reaktion ist normal. Sollte dein Liebling nach ein paar Tagen aber immer noch nicht fressen, solltest du mit ihm in die Tierklinik. Impfungen können auch zu einer vorübergehenden Appetitlosigkeit führen.

Was du außerdem tun kannst: Beobachte das Verhalten und die Fressgewohnheiten deines Hundes während er Medikamente bekommt oder gesundet. Sollte er nach ein paar Tagen nicht zu seinem gewohnten Fressverhalten zurückkehren, konsultiere deine Tierklinik, um das abklären zu lassen.

4. Krankheit

Traurig blickender, kleiner brauner Hund

Dass dein Hund nicht frisst, kann auch ein Hinweis auf eine Erkrankung sein. Bakterielle oder virale Infekte, Harnwegsinfekte, Nierenversagen, Krebs und andere Krankheiten können deinem Hund den Appetit teilweise oder ganz nehmen. Appetitlosigkeit muss nicht notwendigerweise auf eine ernstzunehmende Krankheit verweisen – ein Besuch in der Tierklinik ist in diesem Fall aber ratsam.

Was du tun kannst: Suche umgehend tiermedizinische Hilfe auf, sollte sich dein Hund seltsam verhalten oder falls du eine Krankheit vermutest.

5. Alter

Mit zunehmendem Alter erkennst du vielleicht auch Veränderungen im Essverhalten deiner Fellnase. Je älter ein Hund wird, umso weniger bewegt er sich und verbrennt dadurch weniger Energie. Daraus folgt womöglich, dass er weniger isst, als ein junger Hund. Dein Vierbeiner könnte in Bezug auf sein Futter im Alter auch wählerischer werden.

Was du tun kannst: Du kannst den Appetit deines Lieblings möglicherweise anregen, indem du Hunderfutter auswählst, das zum Alter und zu den Veränderungen, die dein Vierbeiner durchmacht, passt. Behalte dir im Hinterkopf, dass auch Hunde-Demenz bei älteren Fellfreunden zu vermindertem Appetit beitragen kann.

6. Ernährung

Hast du kürzlich die Marke des Hundefutters gewechselt? Oder hast du deinem Hund über Jahre hinweg das gleiche Fressen gegeben, sodass er sein Futter möglicherweise jetzt langweilig findet? Oder gibst du (oder jemand aus der Familie) deinem Schützling zu viele Snacks und Tischabfälle? Einer dieser Faktoren könnte ebenfalls der Grund sein, warum dein Hund nicht frisst.

Was du tun kannst:

  • Wechsle zu einem qualitativ besseren Hundefutter.
  • Stelle sicher, dass das Hundefutter deines Lieblings nicht verdorben oder abgelaufen ist.
  • Sieh zu, dass das Futter für deinen Hund die richtige Temperatur hat.
  • Achte auf abwechslungsreiche Nahrung, damit dein Hund Interesse daran hat.
  • Füttere keine Tischabfälle.
  • Gib Leckerlis nur zur Belohnung.

Best Practices: So regst du deinen Hund zum Fressen an

Wir möchten sicherstellen, dass dein Hund dir zu jeder Zeit aus der Hand frisst. Um ihn zu regelmäßigen Mahlzeiten anzuregen, empfehlen wir Folgendes:

  • Mache mit deinem Hund regelmäßig Bewegung und zeichne seine Aktivitäten auf.
  • Gib deinem Hund viel Aufmerksamkeit und Liebe.
  • Investiere in ein Hundetraining.
  • Sei geduldig und unterstütze ihn. Wenn du wütend reagierst, frisst dein Hund noch schlechter.
  • Bereite deinem Hund regelmäßige Mahlzeiten.
  • Füttere ausgewogene und gesunde Nahrung.
  • Gib deinem Hund Leckerlis nur als Belohnung.
  • Halte Futter- und Wasserschalen sauber.
  • Suche für deinen Hund die optimale Ernährung – Tierärzt:innen können dich dazu beraten.

Achte außerdem darauf, dass dein Vierbeiner genügend Wasser zu sich nimmt und lies hier nach, wie viel Wasser dein Hund am Tag trinken sollte.

Zusammenfassung

Empfehlungen dazu, was zu machen ist, wenn dein Hund nicht frisst, hängen davon ab, welche Gründe von tiermedizinischen Expert:innen als Ursache ermittelt werden. Sollte dein Hund aufgrund einer Krankheit nicht fressen, wird möglicherweise eine spezielle Diät dabei helfen, um den Ernährungsbedarf deines Lieblings zu decken. Wenn du weißt, warum dein Hund nicht frisst, kannst du den besten Behandlungsplan bestimmen. Ganz egal, ob der reduzierte Appetit mit einem Verhaltensproblem oder einer Krankheit bzw. Schmerzen zusammen hängt – es immer der beste Weg, Expert:innen zu Rate zu ziehen.

Du möchtest dich genauer mit dem Thema Hundeernährung beschäftigen? Erfahre im Video, was eigentlich alles im Futter enthalten ist bzw. sein sollte:


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