Können Hunde und Katzen Coronavirus übertragen?

18. Juni 2020

Jeden Tag erfahren wir neue Zahlen, Fakten und Informationen zum Coronavirus, auch betreffend der Auswirkungen auf unsere Hunde und Katzen. Erfahre, wie du und dein Vierbeiner am besten durch diese Zeit kommt.

Hund und Hundebesitzerin mit Maske

Das Coronavirus ist in den Nachrichten und in unserem Alltag immer noch allgegenwärtig. Aber als Tierhalter möchtest du wahrscheinlich wissen: “Was bedeutet das alles für meinen Vierbeiner?” oder „Können Hunde und Katzen das neue Coronavirus übertragen?“ Keine Sorge. Hier erfährst du alles, was du als Tierbesitzer in dieser Situation wissen musst:

Können Haustiere an Covid-19 erkranken?

Entgegen ersten Annahmen, dass sich Hunde und Katzen nicht mit Covid-19 infizieren können, ist eines mittlerweile klar: Hunde und Katzen können sich mit dem Coronavirus anstecken. Es kommt zwar nicht allzu häufig vor, jedoch wurden vor allem bei Katzen bereits mehrere Fälle nachgewiesen. Bei Hunden passiert dies eher seltener. Entwarnung gibt es jedoch etwa bei Mäusen und Ratten, die sich nach aktuellem Wissenstand nicht infizieren können.

Bei Katzen ähneln die Symptome von Covid-19 jenen des Katzenschnupfens, was eine Diagnose zusätzlich erschwert. Grundsätzlich verlaufen aber eine Vielzahl an Corona-Erkrankungen bei Tieren genau so wie bei Menschen symptomlos. Eine spezielle Behandlung gibt es für unsere Vierbeiner noch nicht.

Wusstest du das? Im Klinikum Dortmund wird aktuell ein Forschungsprojekt durchgeführt, bei dem eine elektronische Hundenase eine Covid-19 Erkrankung erschnüffeln soll. Ein Gerät, welches mit feinster Sensorik eine Hundenase nachahmen kann, soll eine Infektion anhand des Atemgeruchs bei Menschen erkennen.¹

Können Hunde und Katzen das Virus auf den Menschen übertragen?

Aktuell gibt es keine Hinweise darauf, dass Haustiere das Virus auf den Menschen übertragen, obwohl dies theoretisch möglich wäre, denn auch der Ursprung des Coronavirus wird auf eine so genannte Zoonose zurückgeführt.
Trotzdem wird von der WHO empfohlen, sich nach dem Kontakt mit dem Haustier die Hände mit Wasser und Seife zu waschen. Das schützt nämlich auch vor Salmonellen oder E.-Coli-Bakterien.

Hunde und Katzen können sich mit Covid-19 infizieren, auch wenn das selten passiert. Eine Übertragung von Haustieren auf den Menschen ist bisher nicht bekannt.

Meldepflicht für Hunde und Katzen

Die Pandemie wird zwar von der Mensch-zu-Mensch Ansteckung angetrieben, dennoch sollten die Ansteckungen bei Tieren im Auge behalten werden. Aus diesem Grund wird aktuell in Deutschland eine Meldepflicht für an Covid-19 erkrankte Tiere diskutiert.² Der Tierarzt müsste dann die Fälle bei der zuständigen Behörde melden. So könnten weitere Erkentnisse über das Ansteckungsrisiko bei Haustieren in Erfahrung gebracht werden. Die Meldepflicht könnte in Deutschland bereits mit 3. Juli in Kraft treten. Ob die Meldepflicht auch in anderen Ländern bald kommt, ist unklar.

Hund und Coronaviren

Was tun wenn Herrchen/Frauchen in Quarantäne ist?

Als Hundebesitzer sollte man rechtzeitig vorsorgen für den Fall, dass man in Quarantäne muss. So empfiehlt der Wiener Tierschutzverein Mimikama:

Zur Sicherheit sollten Hundebesitzer bereits im Vorfeld eine geeignete Betreuungsstelle oder Person suchen, die im Ernstfall einer Ansteckung mit Corona die Betreuung des Tieres übernehmen könnte.

Der Österreichische Tierschutzverein hat für Tierbesitzer, die keinen geeigneten Tiersitter finden können, die Facebookgruppe „Notfall Tierbetreuung Österreich“ erstellt. Hier können Haustierbesitzer, die am Coronavirus erkrankt sind und dringend Unterstützung bei der Versorgung ihrer Vierbeiner benötigen, Hilfe finden.

Auf der Website des Österreichischen Tierschutzvereins findest du Antworten auf viele Fragen zum Thema Coronavirus & Haustiere.

Müssen Tiere bei einer Ansteckung ebenfalls in Quarantäne?

An Covid-19 erkrankte Tiere sollten so gut es geht unter Quarantäne gestellt werden. Da das nicht jedem Tierbesitzer möglich ist, gibt es auch eigene Quarantänestationen beim Veterinäramt. Die Quarantänezeit beträgt wie beim Menschen zwei Wochen.

So hältst du deinen Hund Zuhause bei Laune

Mehr Zeit Zuhause zu verbringen bedeutet nicht, dass du keinen Spaß haben kannst. Außerdem ermöglicht es dir, wertvolle Zeit mit deinem vierbeinigen Gefährten zu verbringen, was euch beiden sicher gut tun wird. Lerne deinem Hund neue Kommandos und halte ihn mit diesen 10 Tipps bei Laune. Gemeinsam spielen und lernen wird euer beider Stimmung heben und wesentlich zu eurem Wohlbefinden beitragen.

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Wir bitten um Verständnis, falls aktuelle Infos aufgrund der sich täglich ändernden Informationslage noch keinen Eingang in unseren Artikel gefunden haben.

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