Zeckenmittel für Hunde

Zeckenmittel für Hunde – Was hilft wirklich?

Kaum hat der Frühling begonnen, machen sich auch die Zecken auf den Weg in das Fell unserer Hunde. Sie sind nicht nur lästig und gefährlich, sondern treten auch in Massen auf. Die Krankheiten, die dabei von Zecken übertragen werden, sind nicht zu unterschätzen – für Mensch und Tier! Doch wo halten sich Zecken auf? Wo stechen sie am liebsten zu? Und wie werden Zecken richtig entfernt?

Wo halten sich Zecken auf?

Zecken fallen nicht einfach vom Baum. Im Gegenteil, sie warten auf der Spitze eines langen Grashalms oder schauckeln auf dem Blatt eines niedrigen Strauchs in ca. einem Meter Höhe. Die kleinen Biester werden von Spaziergängern im Vorbeigehen abgestreift oder sie lassen sich einfach fallen. Dabei reagieren sie vor allem auf Wärme und Geruch.

Wo stechen Zecken am liebsten zu?

Zecken können sich teilweise bis zu zwei Stunden auf die Suche nach der richtigen Stelle begeben, bevor sie tatsächlich beißen. Bevorzugt werden spärlich behaarte Stellen mit dünner Haut. Bei Hunden befinden sich diese vor allem am Kopf, an den Ohren, am Hals, im Zwischenzehenbereich, an Bauch und Schenkelinnenseiten. Die Zecken graben sich mit ihren Mundwerkzeugen einen Hohlraum in die Haut des Wirts. Dieser befüllt sich anschließend mit Blut, das wiederum von der Zecke aufgesaugt wird. Damit das Opfer davon nichts mitbekommt, befinden sich im Speichel der Zecke betäubende und gerinnungshemmende Substanzen. Dadurch hat sie freie Fahrt.

Wie werden Zecken richtig entfernt?

Vorsicht vor Hausmittel zum Entfernen von Zecken! Verschiedene Cremes, Öl, Alkohol oder Nagellackentferner können den Quälgeist zwar töten, infizierte Zecken sondern jedoch im Todeskampf vermehrt erregerhaltigen Speichel in ihren Wirt. Deshalb ist das schonende Entfernen mit Zeckenzange, Zeckenkarte oder mit den Fingern am besten.

Besser ziehen oder drehen? Zecken haben kein Gewinde, sondern Mundwerkzeuge, die wiederum mit Widerhaken versehen sind. Deshalb werden sie herausgehebelt und nicht herausgedreht. Lässt das Tier nicht los, sollte man ca. 30 Sekunden leichten Zug ausüben, bis der Blutsauger loslässt und sich abnehmen lässt.

Achtung: Das Fehlen einer Rötung ist kein Beweis dafür, das eine Infektion ausbleibt! Denn nicht bei jeder Infektion muss eine Hautrötung an der Einstichstelle auftreten. Eine ringförmige Rötung der Haut um die Einstichstelle entwickelt sich nur in Dreiviertel der Borreliose-Infektionen. Deshalb sollte man sich auf keinen Fall nur auf dieses Symptom verlassen. Vor allem bei Hunden wird die Wanderröte selten beobachtet, sie wird ohnehin durch das Fell verdeckt.

Zeckenmittel für Hunde – was hilft wirklich?

Zeckenmittel für Hunde sollten möglichst schnell wirken. Vor allem Antizeckenmittel schützen am besten vor Borreliose, Babesiose und Co. Ein “gutes” Zeckenmittel für Hunde tötet die Quälgeister möglichst schnell ab und verhindert zudem ein weiteres Zubeißen. Spot-on-Präperate können bis zu vier Wochen gegen Zecken und andere Krabbelgeister schützen. Am besten beim Tierarzt nachfragen, welches Mittel für welchen Hund geeignet ist.

Auch Hundebesitzer sollten sich mit Zeckenmittel ausstatten. Präparate zum Auftragen auf die Haut schützen auch uns in gewissem Umfang vor Zecken. Aber Achtung: Oft lässt die Wirkung nach ein bis zwei Stunden schon wieder nach. Sinnvoll ist es deshalb, bei Waldspaziergängen mit dem Hund auf lange Hosen und langärmelige Oberteile zurückzugreifen. Auch festes Schuhwerk und bedeckte Füße können die Angriffsfläche für Zecken minimieren.

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