Am liebsten wäre deinem Vierbeiner natürlich, wenn er immer frei umherstreunen könnte. Zum Glück ist dies an manchen Plätzen möglich und dein Hund kann sich austoben. Doch wie nimmst du deinen Vierbeiner nach dem spaßigen Abenteuer wieder an die Leine, ohne dass er dich als bösen Spielverderber betrachtet? Wir geben dir wertvolle Tipps für ein entspanntes Anleinen und was du außerdem tun kannst, um deine Fellnase sicher herumtollen zu lassen.

Die meisten Hundebesitzer:innen kennen es: Der Vierbeiner tollt ohne Leine herum und es gestaltet sich äußerst mühsam, ihn danach wieder zum Anleinen zu überreden. Vielleicht tut auch dein Hund so, als ob er dich nicht hört oder bleibt ein paar Meter vor dir mit einem „Bitte nicht!“ – Blick stehen. Doch warum ist das so?

Gründe, warum dein Hund die Leine meidet

Es gibt viele verschiedene Gründe, warum sich dein Vierbeiner möglicherweise so extrem gegen die Hundeleine wehrt.

Nachdem der Hund frei herumgelaufen ist, kann seine Stimmung und sein Verhalten stark variieren. Einige Hunde sind nach dem Spielen und Herumtollen noch sehr aufgeregt, während andere vielleicht müde und kooperativer sind.

Manchmal verbindet der Hund negative Gefühle mit der Leine, da sie für ihn bedeutet, dass er seine Freiheit verliert. Ohne Leine herumzutollen ist toll. Dabei wird immer der Mensch meist als übler Spielverderber angesehen, wenn er den Vierbeiner zu sich ruft.

Gehorcht der Hund, wird oft sofort angeleint und weitergegangen – der Hund sieht also vielleicht wenig Sinn darin, Herrchen oder Frauchen zu folgen. Stattdessen versucht er durch sein Getrödel die leinenfreie Spielzeit zu verlängern. Kommt er nach mehreren Zurufen immer noch nicht, wird er mit aggressivem Unterton erneut gerufen und wenn der Vierbeiner endlich da ist, wird er meist nicht nur angeleint, sondern auch ermahnt. Das nächste Mal wird es bestimmt noch länger dauern, bis er zu Herrchen oder Frauchen zurückkommt, denn nicht nur der Spaß ist vorbei, er wird auch noch zurechtgewiesen.

Natürlich kann es manchmal auch vorkommen, dass der Zug an der Leine für deinen Vierbeiner unangenehm oder sogar schmerzhaft ist und er die Leine daher meidet. Es ist also wichtig, die richtige Ausstattung an Leine und Halsband bzw. Geschirr zu wählen.

Warum ist es wichtig, dass sich mein Hund an das Anleinen gewöhnt?

In vielen Gebieten, wie zum Beispiel in den meisten Bundesländern Deutschlands, herrscht eine Leinenpflicht für Hunde. Die genauen Bestimmungen zur Leinenpflicht können jedoch von Bundesland zu Bundesland und sogar von Gemeinde zu Gemeinde variieren. Im Allgemeinen sind Hunde in öffentlichen Verkehrsmitteln, in öffentlichen Gebäuden und auf öffentlichen Plätzen in Deutschland an der Leine zu führen. Dies dient der Sicherheit von anderen Menschen und Tieren sowie dem Schutz der Umwelt. Es gibt jedoch auch Ausnahmen von der Leinenpflicht in einigen Gebieten, insbesondere in ausgewiesenen Hundeparks oder -wiesen, in denen Hunde frei laufen dürfen.

In vielen Städten ist es Realität, dass Hunde an der Leine geführt werden müssen, da der Straßenverkehr so stark ist, dass selbst wir Menschen sehr vorsichtig sein müssen. Hunde folgen oft ihrem Instinkt oder unvorhergesehenen Reizen, was auf Straßen sehr gefährlich werden kann.

Doch nicht nur deshalb ist es wichtig, dass du deinen Hund zügig anleinen kannst, wenn es notwendig ist. Vielleicht ist dein Vierbeiner noch nicht gut erzogen, oder reagiert aggressiv auf einen anderen Hund. Sollte eine gefährliche Situation drohen, solltest du imstande sein, deinen Hund blitzschnell zurückrufen und an die Leine zu nehmen. Im Folgenden haben wir einige Tipps für dich auf Lager, wie du deinen übermütigen Fellknäuel dazu bringst, Disziplin und Gehorsam zu zeigen, wenn es Zeit für die Leine ist.

Tipps für ein unkompliziertes, schnelles Anleinen

Regelmäßiges Training

Damit du deinen Hund anleinen kannst, muss er den Rückruf gut beherrschen. Hier bedarf es regelmäßiger Übung. Stelle sicher, dass dein Hund gut auf Grundbefehle reagiert. Dass dein Hund zu dir kommt, kannst du auch regelmäßig im Innenraum trainieren. Hat dein Vierbeiner einige Übungsstunden im Haus absolviert, fällt es auch draußen leichter.

Um eine solide Grundlage zu schaffen, beginnst du am besten mit kurzen Distanzen in einer ablenkungsarmen Umgebung. Führe ein Signalwort ein, wie zum Beispiel „Hier“ oder „Fuß“, und verwende diesen Befehl konsequent, wenn dein Hund zu dir kommen soll. Belohne deinen Hund jedes Mal, wenn er korrekt reagiert, um positive Assoziationen zu stärken. Tägliche Wiederholungen und Disziplin sind beim Training Voraussetzung für den Erfolg.

Du kannst den Rückruf auch mit einer Flexileine oder einer Schleppleine üben. Mit dieser ist dein Hund zwar angeleint, hat aber trotzdem sehr viel Spielraum und kann herumtoben. So fühlt sich deine Fellnase nicht eingeengt und du kannst das Training im Freilauf bis zu einem gewissen Grad nachstellen. Sollte dein Hund nicht gehorchen und davonlaufen wollen, hast du immer noch die Leine zur Sicherheit.

Terrier beim Herumtollen an der Schleppleine

Nachdem dein Hund gelernt hat, auf kurze Distanz zuverlässig zu kommen, kannst du schrittweise die Entfernung erhöhen und Ablenkungen einbauen. Übe auch in verschiedenen Umgebungen, um die Rückruffähigkeiten deines Hundes zu festigen.

Ein GPS Tracker

Während des Trainings kann es natürlich immer einmal vorkommen, dass deine Fellnase nicht dasselbe möchte wie du und ihrer Nase oder Instinkten folgt. Wenn dein Hund ausbüxt, bedeutet das sehr viel Stress für dich. Beruhige deine Nerven, indem du deinen Vierbeiner mit einem GPS Tracker für Hunde ausstattest. Damit kannst du deinen Hund immer und überall orten – und das in Echtzeit. Außerdem kannst du das Wohlbefinden deines Hundes im Blick behalten, indem du dir täglich seine Werte zu Aktivität und Schlaf ansiehst. Du erhältst Gesundheitswarnungen, falls die Werte einmal stark von den Durchschnittswerten deines Hundes abweichen.

Brauner Hund trägt GPS Tracker

Neben der LIVE-Ortung und den Gesundheitswarnungen deines Vierbeiners hat der Tractive GPS Tracker für Hunde auch noch mehr auf Lager! Weitere tolle Funktionen sind unter anderem:

  • Virtueller Zaun: Markiere sichere Bereiche (z. B. deinen Garten) oder richte eine Tabuzone (z. B. den Garten des Nachbarn) ein, und lass dich benachrichtigen, wenn dein kleiner Ausreißer diesen Bereich betritt und wieder verlässt.
  • Positionsverlauf: Sieh nach, wo dein Liebling in den letzten 365 Tagen war und entdecke alle Lieblingsplätze.
  • Licht und Ton: Finde den Tracker bei Verlust leichter.
  • Energiesparzonen: Verbinde deinen Tracker mit deinem W-LAN und spare Akku, wenn dein Vierbeiner zu Hause ist.
  • Radar-Modus: Finde deinen Tracker mithilfe von Bluetooth, sollte die Netzwerkverbindung schwach sein. Doppelte Sicherheit für euch.
  • Tracker-Freigabe: Lass Freund:innen, Familie, Tiersitter:innen und andere mit dir gemeinsam orten.
  • Achte auf die Fitness deiner Fellnase: Setze Ziele, sieh dir verbrannte Kalorien an und vergleiche die Aktivität mit ähnlichen Haustieren.

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Verwende Belohnungen

Belohne deinen Vierbeiner, wenn er zu dir kommt, nachdem du ihn rufst. Indem du ihm einen besonderen Leckerbissen anbietest, assoziiert deine Fellnase deinen Rückruf mit etwas Positivem und wird deinen Befehl gleich viel lieber befolgen. Am besten kombinierst du einen kleinen Snack mit verbalem Lob und einer Streicheleinheit – wenn das mal nicht Anreiz genug ist?

Kleiner Hund bekommt Leckerli

Ruhig und geduldig bleiben

Es kann schon einmal richtig nervig sein, wenn der eigene Hund Befehle ignoriert und so tut, als wäre man nicht zugegen. Trotzdem solltest du beim Rückruf, vor allem am Anfang, ruhig und geduldig bleiben. Anstatt deinen Hund anzuschreien oder zu schimpfen, wenn er erst nach der fünften Aufforderung gekommen ist, solltest du ihn stattdessen dafür loben, dass er schließlich (wenn auch spät) Gehorsam gezeigt hat. Das erhöht die Chancen, dass er das nächste Mal schneller zurück zum Anleinen kommt.

Die richtige Ausrüstung wählen

Hast du das Gefühl, dass das Halsband deines Hundes für ihn unangenehm ist? Bei Hundehalsbändern solltest du darauf achten, das richtige Material, Dicke und Weite zu wählen. Eine gute Faustregel ist, dass zwei Finger in den Spalt zwischen Halsband und Nacken passen sollten. Das bedeutet, dass das Halsband so eng anliegt, dass es nicht abfallen kann – aber nicht so eng, dass es deinem Hund wehtut. Wenn dein Hund noch nicht gut erzogen und sehr aktiv ist, lohnt es sich auch, auf ein Geschirr umzusteigen. Dieses bietet den Vorteil, dass sich der Zug statt nur am Hals auf den Bauch- und Brustraum deines Vierbeiners verteilt, was auf jeden Fall angenehmer für ihn ist. Außerdem hast du damit eine bessere Kontrolle über deinen Hund.

In diesem Artikel erfährst du alles über Hundehalsbänder.

Brauner Pudel mit Geschirr

⚠️ Gewöhne deinen Hund langsam an die Ausrüstung, die du wählst. Lass ihn alles, was du neu kaufst, erst einmal beschnuppern und bringe es ganz langsam an deinem Hund an. Belohne ihn, wenn er es zulässt.

Einen günstigen Zeitpunkt wählen

Ein weiterer Faktor beim Anleinen, den es sich lohnt zu berücksichtigen, ist ein geeigneter Zeitpunkt und Ort. Wenn du mit deinem Hund in eine brenzliche Situation gerätst, musst du ihn natürlich sofort zurückrufen, um ihn anzuleinen. Wenn du jedoch mehr Zeit zur Verfügung hast, warte auf einen Moment, indem dein Hund nicht von etwas anderem abgelenkt ist. Vielleicht sieht er sogar gerade zu dir hin – eine gute Gelegenheit, um ihn zu dir zu rufen.

Von negativen Konnotationen lösen

Das klingt erst einmal kompliziert, ist es aber nicht. Dein Hund assoziiert das Anleinen vielleicht mit der Tatsache, dass der Spaziergang nun vorbei ist, oder er seine Freiheit verliert. Das passiert vor allem dann, wenn dein Handeln immer dem gleichen Muster folgt, also beispielsweise, wenn du deinen Hund immer dann anleinst, wenn ihr nach Hause geht, er alleine bleiben muss, oder vor anderen für deinen Hund negative Dinge.

Beagle wartet mit Leine an Fahrrad angehängt

Durchbrich dieses Muster und übe das Anleinen auch einmal zwischendurch im Park. Wenn er sich brav anleinen lässt, belohne ihn und entferne die Leine wieder. So wird das Anleinen für deinen Hund kein Problem mehr und im besten Fall ist er sogar motiviert, da er eine weiß, dass eine Belohnung folgt.

Fazit – Hund anleinen

Wir haben dir nun einige Hintergründe dazu aufgezeigt, warum sich unsere Vierbeiner eventuell sträuben, sich anleinen zu lassen. Und tief im Inneren können wir uns vielleicht sogar in sie hineinversetzen. Doch mit diesem Wissen können wir auch verstehen lernen, was zu den Ängsten führt, die hinter dem Verhalten unserer Fellnasen steckt. Mit den richtigen Tipps kann es gleich viel besser klappen.

Wichtig ist, deinen Hund nicht nur dann anzuleinen, wenn der Spaß ein Ende hat. Trainiere den Rückruf regelmäßig und verwende Belohnungen, wenn er gehorcht, um sein Verhalten positiv zu verstärken und ihn zu motivieren. Stelle sicher, dass das Halsband oder das Geschirr, das du verwendest, bequem sitzt und ihm kein Unwohlsein bereitet. Und für die Extraportion Sicherheit und ein entspannteres Training macht ein GPS Tracker für Hunde Sinn. Wenn du dies beachtest, werdet ihr mit viel Liebe und Geduld ein richtig gutes Team sein. 🐾 🙌🏼