Ein Welpe zieht ein: 10 Tipps für einen guten Start

21. Februar 2020

Sich um einen Welpen zu sorgen bedeutet ganz schön viel Verantwortung! Mit diesen 10 Tipps für frisch gebackene Hundeeltern kann nichts mehr schief gehen.

10 Tipps für den Umgang mit Welpen

Du hast dich endlich dazu entschieden, einen kleinen süßen Welpen in dein Leben aufzunehmen. Die Vorfreude ist natürlich riesig, jedoch gilt es als Hundebesitzer sehr viele Herausforderungen zu meistern, wenn ein Welpe einzieht. Die erste Zeit mit einem neuen Hund ist kein Zuckerschlecken. Egal ob Welpe oder erwachsener Hund, ob Hund aus dem Tierheim oder ein Welpe vom Züchter: der richtige Umgang muss gelernt sein.

Diese 10 Tipps helfen dir, den Alltag als frisch gebackene/r Hundemama oder Hundepapa zu bestreiten:

  1. Mache deine Wohnung welpensicher
  2. Besorge eine Welpen-Erstausstattung
  3. Bereite dich auf den ersten Tag im neuen Zuhause vor
  4. Sorge für genügend Ruhephasen
  5. Wähle das richtige Futter
  6. Beachte rechtliche Vorschriften
  7. Erziehe den Welpen stubenrein
  8. Beginne langsam mit der Welpenerziehung
  9. Sozialisiere deinen Welpen
  10. Statte deinen Welpen mit einem GPS Tracker aus

1) Wohnung welpensicher machen

Bei Welpen steht die Sicherheit an erster Stelle.

Bevor das Hundebaby einzieht, solltest du sicherstellen, dass sich im Wohnraum keine Gefahrenquellen befinden, denn vor allem bei kleinen Welpen steht die Sicherheit an erster Stelle. Da Hunde keine Arme zur Verfügung haben, erkunden sie die Welt mit ihrer Schnauze. Nicht nur Teppiche, Schuhe und Socken sind in Gefahr, sondern auch der Vierbeiner selbst. Kaut dieser beispielsweise auf Elektrokabeln herum oder verschluckt er scharfkantige Kleinteile, kann dies schwerwiegende Folgen haben.

Auch Stufen und offene Balkongeländer sind für die kleinen Welpen sehr gefährlich, weshalb diese vor deren Ankunft ausreichend gesichert werden sollten. Welpen knabbern gerne mal herumliegende oder leicht erreichbare Gegenstände an, weshalb du alles mit hohem materiellem oder ideellem Wert, woran du ungern Welpenzähne sehen möchtest oder woran sich der Welpe verletzen könnte, in Sicherheit bringen solltest.

2) Welpen-Erstausstattung

Bei der Erstausstattung für deinen Welpen solltest du vor allem an seine Sicherheit und sein Wohlbefinden denken. Welpen haben besondere Anforderungen an Futter und Leckerlis. Lasse dich für die Erstausstattung am besten in einem Fachgeschäft beraten. Folgende Dinge gehören in ein Startpaket für Welpen:

  • Halsband und Leine bzw. Geschirr
  • Weiches Hundebett
  • Futter- und Wassernapf
  • Geeignetes Welpenfutter
  • Leckerlis
  • Spielzeug
  • Transportbox für das Auto
  • Bürste
  • Hundeshampoo
  • Kotbeutel
  • Tractive GPS Tracker

3) Welpe zieht ein: der erste Tag zuhause

Endlich ist es soweit: der Tag des Einzugs ist gekommen! Nicht nur für dich, sondern auch für den Welpen ist dieses Ereignis unglaublich aufregend und emotional. Am besten holt ihr den Welpen zu zweit ab, damit sich einer während der Autofahrt um ihn kümmern kann. Falls ihr einen längeren Weg vor euch habt, solltest du Pausen einplanen, in denen sich der Welpe erleichtern kann. Ein mitgebrachtes altes Handtuch kann nützlich sein, falls sich dein Liebling übergeben muss oder vor Aufregung während der Fahrt pinkelt.

Zuhause angekommen zeigst du ihm am besten, wo er in Zukunft schläft, frisst und spielt. Du musst ihn nicht sofort durch alle Räume führen, schließlich hat der Welpe am ersten Tag ohnehin genug zu verarbeiten. Generell ist in den ersten Tagen nicht zu viel zusätzliche Action angesagt, denn für deinen kleinen Mitbewohner ist alles neu und ungewohnt. Bitte deine Freunde und Verwandte erst nach einigen Tagen vorbei zu kommen, auch wenn natürlich jeder das Hundebaby besuchen möchte.

In der ersten Nacht kann es vorkommen, dass der Welpe seine Geschwister und seine Mama vermisst, immerhin ist er das erste Mal in seinem Leben von seiner Hundefamilie getrennt. Es wird ihm deutlich einfacher fallen, wenn er nicht alleine schlafen muss. Wenn der Hund zukünftig nicht im Schlafzimmer schlafen soll, dann schlafe du in den ersten Nächten einfach bei ihm im Wohnzimmer. Das gibt dem Welpen ein Gefühl von Sicherheit und Vertrauen. Außerdem kannst du mit ihm sofort vor die Tür gehen, sobald er wach ist, damit kein Malheur passiert.

welpe zieht ein erster Tag im neuen Zuhause

4) Sorge für genügend Ruhephasen

Ruhe- und Schlafphasen sind für die Verarbeitung von Erlebtem und Erlerntem sehr wichtig. Fünf bis sechs Nickerchen von jeweils dreißig bis sechzig Minuten sind für die Entwicklung des Welpen unbedingt notwendig. Denn nach dem Lernen braucht das Gehirn eine Pause, um die Inhalte verarbeiten zu können. Du kannst deinen neuen Mitbewohner also ruhig schlafen lassen, wann und wo auch immer er eine Auszeit nehmen möchte.

Welpen brauchen bis zu 22 Stunden Schlaf pro Tag.

Da sich der kleine Vierbeiner bei dir sicher und geborgen fühlen soll, ist Körperkontakt zu Beginn essentiell. Dies fördert das Vertrauen und stärkt die Bindung. Welpen sind es von ihren eigenen Müttern gewohnt, am ganzen Körper bedeckt zu werden. Streicheleinheiten dürfen deshalb auf keinen Fall zu kurz kommen. Der Hund lernt dadurch ganz nebenbei, dass die Pflege der Pfötchen, der Ohren und der Augen etwas ganz Alltägliches ist, über das er sich nicht aufregen muss. Wird es dem Welpen jedoch zu viel und sendet er deshalb bestimmte Signale aus, dann musst du das auch akzeptieren.

5) Wähle das richtige Futter für deinen Welpen

Für die ersten Tage solltest du auf jeden Fall das Futter vom Züchter verwenden, um zu viel Umstellung für den Welpen zu vermeiden. Später kannst du ihm auch gerne ein anderes Futter geben. Vor allem zu Beginn soll der kleine Vierbeiner im gleichen Intervall weiter gefüttert werden, so wie er es gewohnt ist. Welpen benötigen viel Energie zum Wachsen, gleichzeitig kann ihr Magen-Darm-Trakt aber nur mit kleinen Mengen umgehen. Aus diesem Grund brauchen Welpen anfangs etwa vier Mahlzeiten pro Tag. Möchtest du einen Futterwechsel durchführen, dann wäre es besser, die Menge des alten Futters langsam zu reduzieren und das neue Futter immer wieder darunter zu mischen. Welche Art der Hundefütterung für deine Fellnase am besten geeignet ist, hängt von zahlreichen Faktoren ab.

6) Beachte rechtliche Vorschriften

In jedem Land, teilweise sogar Bundesländern, gibt es unterschiedliche Vorschriften bezüglich der Haltung von Hunden, verpflichtenden Impfungen, Hundesteuer, etc. Informiere dich im Vorhinein, welche Vorschriften auf dich zutreffen. Folgende Themen können betroffen sein:

In Österreich muss beispielsweise eine Hundeabgabe abgeführt werden, wobei die Höhe auf Bundeslandebene geregelt wird. Zusätzlich besteht eine Pflicht zur Kennzeichnung mit einem Mikrochip und zur Registrierung in der Heimtierdatenbank. Die Rechtslage zu Maulkorb- und Leinenzwang ist in den Bundesländern bzw. in einzelnen Gemeinden unterschiedlich. Weitere Infos findest du unter oesterreich.gv.at.

7) Welpen stubenrein erziehen

Aller Anfang ist schwer – so auch die Stubenreinheit deines Welpen. Aber keine Angst, es dauert einfach seine Zeit, bis dein Liebling weiß, wo er sein Geschäft verrichten darf und mit ein paar Tipps habt ihr auch diese Herausforderung schnell gemeistert. Beobachte deinen Welpen ganz genau, er wird schnell lernen sich z.B. mit Winseln bemerkbar zu machen oder setzt sich zur Türe.

Grundsätzlich müssen sich Welpen nach bestimmten Ereignissen erleichtern: nach dem Essen, nach dem Schlafen und nach dem Spielen. Welpen müssen generell öfter raus als ausgewachsene Hunde. Geh mit ihm vorsorglich ins Freie und lobe ihn ausgiebig, wenn er sein Geschäft verrichtet. Es wird sich vermutlich kaum verhindern lassen, dass das eine oder andere Mal ein Malheur passiert.

Wichtig: Bestrafe oder schreie deinen Hund niemals an, wenn er ins Haus gemacht hat. Vor allem im Nachhinein wird er nicht verstehen, warum du jetzt böse auf ihn bist und eure Beziehung wird darunter leiden. Wenn du ihn auf frischer Tat ertappst, kannst du ihn mit einem strengen „Nein“ zurechtweisen.

Hunde benützen ihren Schlafplatz übrigens niemals freiwillig als WC – logisch, würdest du ja auch nicht machen, oder?

8) Beginne langsam mit der Welpenerziehung

Die Erziehung deines Welpen ist so facettenreich wie dein Hund selbst. Jeder Hund hat andere rasse- oder charakterbedingte Bedürfnisse in der Erziehung und nicht jeder Hund lernt gleich schnell.

Beginne bereits früh mit dem Erlernen der wichtigsten Grundkommandos, denn gerade als Welpe sind Hunde besonders lernfähig. Starte mit einfachen Kommandos und verknüpfe das erwünschte Verhalten mit einer Belohnung. Die Belohnung kann ein Leckerli oder aber auch verbales Loben sein. Bleibe unbedingt konsequent, so lernt dein Hundebaby am schnellsten und steigere langsam die Schwierigkeit.

Je nach Land und Bundesland kann es sein, dass ein entsprechender Kurs bzw. Sachkundenachweis verpflichtend ist. Informiere dich darüber unbedingt, bevor dein Welpe einzieht.

Bereiche im Haus, die für deinen Hund tabu sind, z.B. dein Schlafzimmer, sollten von Anfang an nicht betreten werden dürfen. Nur durch Konsequenz lernt dein Liebling, was erlaubt ist und was nicht.

9) Sozialisiere deinen Welpen

Nicht nur Sicherheit, sondern auch Sozialkontakt sind für Welpen sehr wichtig. Es wird einige Zeit dauern, bis sich der kleine Vierbeiner in seinem neuen Zuhause eingelebt hat. Er muss sich zunächst mit seiner neuen Umgebung vertraut machen und ein gewisses Sicherheitsgefühl bekommen. Erst dann kann er mit anderen Artgenossen bekannt gemacht werden. Regelmäßige Besuche in der Welpengruppe helfen zudem, die nötige Sozialkompetenz zu entwickeln. Viele Welpen beginnen zu bellen, wenn sie alleine sind. Erfahre jetzt, wie du deinem Welpen das unaufgeforderte Bellen abgewöhnst!

10) Statte deinen Welpen mit einem GPS Tracker aus

Wie du als Hundemama oder Hundepapa noch oft genug mitbekommen wirst, können Welpen manchmal unberechenbar sein. Oft reicht eine Kleinigkeit, um sie abzulenken. Kommt dein Hundebaby dann in die Pubertät, kann es schon mal vorkommen, dass bereits gelernte Kommandos ignoriert werden. Hunde sind in manchen Situationen besonders gefährdet zu entlaufen, z.B. wenn dein Rüde eine läufige Hündin in der Nachbarschaft entdeckt hat oder deine Hündin selbst läufig ist. Damit du niemals in die Situation kommst, deinen entlaufenen Hund suchen zu müssen, empfiehlt sich der Tractive GPS Tracker.

Das kleine Gerät wird am Halsband oder am Geschirr deines Welpen befestigt. In der Tractive App kannst du auf deinem Smartphone jederzeit den Standort deines Hundes abrufen und im Notfall in Echtzeit seinen Fluchtweg auf der Karte verfolgen. Verlässt dein Vierbeiner eine von dir definierte Zone (z.B. den Garten), erhältst du eine Benachrichtigung auf dein Smartphone. Entlaufene Hunde gehören der Vergangenheit an!

10 Tipps für deinen Welpen

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