Ein Hund aus dem Tierheim – was erwartet dich?

31. März 2020

Einen Hund aus dem Tierheim zu holen ist eine tolle Entscheidung! Beachte diese Tipps für einen reibungslosen Ablauf und ein harmonisches Zusammenleben.

das erwartet dich bei einem Tierheimhund

Du überlegst, dir einen Hund aus dem Tierheim zu holen, weißt aber nicht genau, was dich erwarten wird? Bei uns erfährst du wertvolle Tipps und Tricks von der Auswahl des richtigen Tierheim-Hundes bis hin zur Eingewöhnung. Denn eines gleich vorweg: Ein Hund ist eine große Aufgabe, egal ob aus dem Tierheim oder vom Züchter, ob es dein erster Hund ist oder du nach einem Freund für deinen Liebling suchst.

Die Auswahl des richtigen Hundes

Seriöse Tierheime bieten wertvolle Unterstützung bei der Auswahl des richtigen Hundes an und legen viel Wert darauf, dass Mensch und Hund auch wirklich zusammenpassen. Verlasse dich sowohl bei der Auswahl des Tierheims als auch bei deinem Vierbeiner unter anderem auf dein Bauchgefühl. Machen das Tierheim und deren Mitarbeiter einen guten Eindruck auf dich? Dann lasse dich von einem Profi beraten, welcher Hund zu deinen Lebensumständen passt.

Ein sehr aktiver und sportlicher Hund sollte unbedingt in eine Familie, die sich gerne bewegt.

Der passende Hund sollte nicht nur auf Grund des Äußeren, sondern vor allem auch anhand der Rasse ausgewählt werden. Unterschiedliche Rassen haben unterschiedliche Anforderungen und Ansprüche. Ein sehr aktiver und sportlicher Hund sollte unbedingt in eine Familie, die sich gerne bewegt. Wenn du im Sommer gerne Zeit am See oder Meer verbringst, eignet sich eine Rasse, die das Wasser besonders liebt.

Beachte bei der Auswahl folgende Punkte:

  • Seriosität des Tierheimes
  • Bauchgefühl – stimmt die Chemie zwischen dir und dem Hund?
  • Lebensstil und -umstände
  • Rasse des Hundes
  • Charakter des Hundes
  • Sind alle Familienmitglieder damit einverstanden?
  • Gibt es bereits Tiere im Haushalt?
  • Bisherige Erfahrung mit Hunden

Wie du siehst, gibt es einiges zu bedenken. Lass dir ruhig Zeit mit der Entscheidung, schließlich wird sie dein Leben ganz schön auf den Kopf stellen.

Auswahl eines Tierheimhundes - das musst du beachten

Das erste Kennenlernen: Stimmt die Chemie?

Wenn du einen bestimmten Hund ins Auge gefasst hast, gilt es herauszufinden, ob ihr euch ein gemeinsames Leben vorstellen könnt. Diese 3 Schritte werden dir dabei helfen:

1) Beobachte den Hund zuerst aus einer gewissen Entfernung
Nimm dir zuerst einige Minuten Zeit, um den Hund aus der Ferne zu beobachten, bevor du aktiv auf ihn zugehst. Welchen Eindruck macht er auf dich? Wie verhält er sich, vor allem in Anwesenheit von anderen Hunden und Menschen? Kannst du dir vorstellen, dass er zu dir passt? Höre dabei auf deine Intuition.
2) Verbringt gemeinsam Zeit
Optimalerweise habt ihr die Möglichkeit, etwas Zeit in einem separaten Raum zu verbringen. Eine ruhige, für den Hund bekannte Atmosphäre ohne viel Ablenkung eignet sich dafür am besten. Lass dich von dem Vierbeiner beschnuppern, ohne dass du vorerst zu viel mit ihm interagierst. Wie reagiert er, wenn du dich zu ihm niederkniest? Wirkt er interessiert an dir? Vielleicht ist er anfangs noch etwas schüchtern, immerhin hatte er möglicherweise noch nie eine richtige Familie. Wenn er dir gegenüber offen wirkt, versuche mit ihm zu spielen.
3) Erkundet zusammen die Umgebung
Anschließend könnt ihr einen kleinen Spaziergang machen, bzw. haben manche Tierheime sogar einen Garten zum Spielen. Achte darauf, ob der Hund vor gewissen Geräuschen, Gegenständen oder Menschen Angst hat

Besuche den Vierbeiner mehrere Male, am besten mit allen Familienmitgliedern. Wenn alle Beteiligten einverstanden sind, steht dem neuen Familienglück nichts mehr im Wege.

Eingewöhnungsphase: der 1. Tag im neuen Zuhause

Du hast den richtigen Hund aus dem Tierheim für dich gefunden und nun kann es endlich losgehen: Der Einzug deines vierbeinigen Mitbewohners steht bevor.

Nimm dir genügend Zeit, um deinen Hund an das neue Zuhause und den neuen Alltag zu gewöhnen. Zeige ihm in Ruhe seine zukünftige Gassirunde, die neuen vier Wände, seinen Schlafplatz und seinen Futterplatz. Gib ihm genug Zeit, um anzukommen, zu ruhen und zu schlafen. Umso besser kann er die Vergangenheit bewältigen und die Umstellung verkraften. Am besten strahlst du selbst Ruhe aus, dann wird sich dein neuer Freund bei dir sehr wohl und sicher fühlen.

Oft ist die Vergangenheit bei Hunden aus dem Tierheim unbekannt. Es kann sein, dass der Hund früher öfters im Stich gelassen wurde und deshalb vermehrt Verlustängste hat oder sogar Gewalt erleben musste. Darum ist es ratsam, in der ersten Zeit sehr oft zu Hause zu sein und möglichst viel Zeit mit deinem neuen Mitbewohner zu verbringen. Wenn du bereits einen Hund zu Hause hast, sollte auch das Kennenlernen des neuen Artgenossen gut geplant sein.

Vor allem zu Beginn braucht dein Vierbeiner viel Ruhe. Deine Verwandten und Freunde sollten in den ersten Wochen nicht ständig zu Besuch kommen, um deinen Liebling zu begutachten – Fotos müssen vorerst reichen.

Hier noch einmal die wichtigsten Tipps zur Eingewöhnungsphase:

  • Nimm dir genügend Zeit, um deinem Hund alles zu zeigen
  • Vermeide zu viel Aufregung durch Besuch von Freunden
  • Zeige dem Hund von Anfang an klare Grenzen
  • In der Ruhe liegt die Kraft: lasse dir und deinem Vierbeiner Zeit

Erziehung & Sicherheit

Nachdem sich der Vierbeiner in deinem Zuhause eingelebt hat, lernt ihr beide euch erst richtig kennen. Möglicherweise hat dein Hund eine gute Erziehung genossen und beherrscht die Grundkommandos. Es kann aber auch sein, dass du die Erziehung übernehmen musst oder es treten sogar Verhaltensauffälligkeiten auf. Wenn du Unterstützung brauchst, hol dir Hilfe von einem Profi und kontaktiere einen Hundetrainer.

Die Sicherheit deines Hundes hat für dich oberste Priorität. Gerade bei Hunden aus dem Tierheim mit unbekannter Vergangenheit sind Angsthunde keine Seltenheit. Ein GPS Tracker für Hunde, mit dem du jederzeit den Standort deines Vierbeiners abrufen kannst und sogar benachrichtigt wirst, falls er eine von dir bestimmte Zone verlässt, gibt dir mehr Sicherheit und gehört zur Grundausstattung eines jeden Hundebesitzers.

Du hast deinen „Herzenshund“ in einem Tierheim gefunden? Gratuliere! Du gibst damit einem Vierbeiner ein liebesvolles Zuhause und eine neue Familie. Er wird es dir auf ewig danken.

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