Katze an Leine gewöhnen: So funktioniert’s

Erfahre Vorteile, eine Schritt-für-Schritt-Anleitung und weitere Tipps für das Gewöhnen deiner Katze an eine Leine!

Ob Katzen an eine Leine gewöhnt werden können, ist Charaktersache. Das Anlernen an eine Leine ist ein erster Schritt, damit du deine Katze an den Freigang gewöhnen kannst! Was du unbedingt beachten solltest, wenn du den Versuch mit der Leine startest, erfährst du jetzt!

So sieht die perfekte Katzenleine aus

Klassische Leinen mit Halsbändern sind bei Katzen „out“. Für Katzen sind diese besonders ungeeignet, denn:

  1. Geschickte Tiere können sich relativ einfach daraus befreien.
  2. Es besteht ein erhöhtes Verletzungsrisiko und die Gefahr der Selbsterdrosselung.

Hinweis: Ein elastisches Katzengeschirr mit Leine ist daher die empfohlene Variante.

Das Katzengeschirr sollte

  • zwei Riemen um den Hals,
  • um den Bauch haben und
  • zusätzlich einen Steg längst über den Bauch haben.

Vorsichtsmaßnahme: Auch wenn deine Samtpfote an einer Katzenleine herumgeführt wird, ist es besonders wichtig, dass deine Katze alle wichtigen Impfungen erhält.

Wenn dein Hauptgrund für eine Leine der sichere Freigang ist, dann gibt es auch noch eine einfachere Lösung, damit du immer weißt, wo sich deine Katze befindet und welche Streifzüge sie schon hinter sich hat: Das Tractive GPS Gerät für Katzen! Behalte deine Katze auf deinem Smartphone im Auge und sei für alle “Felle” gewappnet!

Mit diesen 3 Schritten gewöhnst du deine Katze an die Leine

Es gilt: Je früher du versuchst, deine Katze an ein Katzengeschirr zu gewöhnen, desto besser.

Befolge diese simple Schritt-für-Schritt Anleitung und deine Katze wird sich im Nu an die Katzenleine gewöhnen:

Schritt 1: Katze an das Katzengeschirr gewöhnen

  • Lege das Geschirr zuerst an einen Ort, an dem sie sich gern aufhält, damit sie das Katzengeschirr als natürlichen Gegenstand wahrnimmt und es einen gewohnten Geruch annimmt.
  • Beginne erst dann, das Geschirr deiner Katze für wenige Minuten mehrmals wöchentlich anzulegen. Wähle dabei ausschließlich Momente, an denen sie einen ausgeglichenen Gemütszustand hat. Lenke sie dabei ab, lobe sie und spiele mit ihr. Steigere dabei langsam die Dauer.

Expertentipp: Lege dabei das Katzengeschirr nicht zu eng an. Ist das Geschirr der Leine zu fest gezurrt, kann das wie ein Nackengriff wirken und einen Tragestarre-Reflex auslösen. Das Ergebnis ist, dass sich deine Katze tot stellen wird.

Der Tragestarre-Reflex dient einer Katzenmutter dazu, ihre Jungen verletzungsfrei von einem an den anderen Ort zu bringen.

Akzeptiert sie das Katzengeschirr, kannst du mit dem nächsten Schritt fortfahren.

Schritt 2: Katze an die Leine gewöhnen

Das Katzengeschirr trägt deine Katze inzwischen problemlos? Zeit für den nächsten Schritt:

Hänge die Leine an:
Deine Katze bestimmt, wo es lang geht, du läufst hinterher. Idealerweise sollte das in Räumen mit viel Platz und ohne gefährliche Möbelstücke geübt werden, damit die Leine sich nicht um diese wickeln kann, wenn sie in Panik gerät.
Übe:
im Freigehege, im eigenen Garten oder auf einer ruhigen Wiese ohne Bäume.

Schritt 3: Ausdehnung des Bewegungsumfeldes

Fühlt sich die Katze sicher, ist nicht schreckhaft und das Gassi gehen macht ihr Spaß? Dann kannst du beginnen, das Bewegungsumfeld deiner Katze bei Spaziergängen zu vergrößern.

Wichtig: Auch wenn deine Katze an die Leine gewöhnt ist, solltest du immer darauf gefasst sein, dass sie einen plötzlichen Sprint hinlegt. Mit Leine sollte sie zudem keine Möglichkeit bekommen, auf Bäume zu klettern, da die Gefahr zu groß ist, dass diese sich in den Ästen verfängt oder Jagd auf Vögel macht.

Katze an Leine gewöhnen - auf diese Dinge musst du vorher achten

Was soll ich tun, wenn meine Katze die Leine verweigert?

Stellt sie sich auch mit lockerem Katzengeschirr tot, kann das als klares Zeichen der Verweigerung angesehen werden.

Verweigert sie es beharrlich, solltest du das akzeptieren und hier den Versuch, deine Katze an eine Leine zu gewöhnen, beenden.

Beachte diese 4 Regeln, bevor du mit deiner Katze Gassi gehst

Beachte folgende Regeln, wenn du deine Katze an eine Katzenleine gewöhnen willst
1) Katzen sind in ihrem Verhalten nicht wie Hunde:Während Hunde auf ihr „Rudel“, etwa ihr Herrchen oder Frauchen, sozial geprägt sind und sich daher im Verhalten diesen gegenüber anpassen, leben Katzen „in ihrer Freizeit“ zwar durchaus gern in sozialen Verbänden, jagen aber prinzipiell allein. Um eine Maus erfolgreich zu fangen, benötigen sie keine Gruppe, also auch nicht dich.
2) Die Katze führt, nicht der Mensch:Hunde haben Frauchen oder Herrchen, Katzen haben Personal. Auch beim Gassi gehen trifft diese Aussage zu. Eine Katze macht prinzipiell nur das, was sie will. Brav bei Fuß gehen wird das letzte sein, was sie tut!
3) Katzen können einen starken Freiheitsdrang entwickeln:Wenn sie auf den Geschmack von Spaziergängen gekommen ist, wird sie ihre Freiheit unter Umständen mit regelmäßigen Beschwerden einfordern!
4) Katzen brauchen eine spezielle Gesundheitsvorsorge:Katzen sollten geimpft und entwurmt sein, einen Zecken- und Flohschutz haben und idealerweise kastriert sein

Video-Anleitung: So gewöhnst du deine Mieze an die Leine

In diesem simplen Video wird dir noch einmal veranschaulicht, wie du deine Katze an eine Leine gewöhnst:

Fazit: Ist es wirklich nötig, dass du mit deiner Katze Gassi gehst?

Wohnungskatze, Freigängerin oder Mischform? Im echten Leben gibt es nicht nur Schwarz und Weiß, sondern auch gehörig viele Grautöne. Prinzipiell kann gesagt werden: Ist eine Katze von klein auf an die Wohnungshaltung gewöhnt, vermisst sie nichts.

Ihrem artgerechten Bewegungsverhalten entspricht es nicht, wenn du mit ihr an einer Leine Gassi gehst. Mögen sie es gar nicht, stellen sich viele Katzen tot.

Außerdem haben viele Katzenhalsbänder keine Sollbruchstellen. Ohne diese Bruchstellen ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass deine Katze bei einem Abenteuer wo hängen bleibt und sich selbst stranguliert.

Willst du ihr dennoch kontrollierten Auslauf gewähren, sind ein

  • gesicherter Balkon, auf dem sich die Katze frei bewegen kann oder
  • Katzengehege im Garten mögliche Alternativen.

Am artgerechtesten ist der Freilauf. Du brauchst keine Angst haben, dass deine Mieze nicht mehr nach Hause kommt, denn Katzen finden aufgrund ihres ausgeprägten Orientierungssinns immer nach Hause!

Eine weitere Alternative ist der Tractive GPS Tracker für Katzen. Mit dem speziellen Katzenortungsgerät weißt du immer, wo sich dein Abenteurer gerade befindet, welche Streifzüge er schon hinter sich hat und ob er schon auf dem Weg nach Hause ist. Du wirst überrascht sein, wie viele Kilometer deine Mieze zurücklegt! Der CAT Tracker besitzt übrigens auch eine Sollbruchstelle, somit ist er perfekt für deine Katze!

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