Hatschi! Deine Katze niest? Die gute Nachricht: Sie hat mit großer Wahrscheinlichkeit keine Allergie. Die schlechte Nachricht: Deine Katze ist womöglich erkältet. Die Hauptsymptome einer Pollenallergie bei Katzen sind Juckreiz und Hautreizungen. In diesem Guide erfährst du, was eine Pollenallergie ist, die Symptome, Diagnose sowie Behandlungsmöglichkeiten. Übrigens können nicht nur Katzen an einer Pollenallergie leiden, auch Hunde können betroffen sein.

Katzen & Pollenallergie

Wie wir Menschen können auch unsere Vierbeiner von Allergien betroffen sein, darunter die Pollenallergie. Auch Wohnungskatzen können unter dieser leiden.

Die Allergene, die diese Reaktionen auslösen, stammen von Gräsern, Bäumen und Unkraut und gelangen durch die Luft in die Umgebung deiner Fellnase. Eine Pollenallergie bei Katzen entsteht, wenn das Immunsystem deiner Katze fälschlicherweise Pollen in der Luft als Bedrohung einstuft. Diese Überreaktion führt zu Symptomen wie Juckreiz, Hautentzündungen oder Atemproblemen.

Katze spaziert in hohem Gras

Pollenallergien können Katzen jeder Rasse betreffen, es gibt jedoch Hinweise darauf, dass bestimmte Rassen wie Siamkatzen oder andere kurzhaarige Katzenrassen häufiger davon betroffen sein könnten. Während Allergien zu jeder Jahreszeit auftreten können, sind die Symptome für Katzen im Frühjahr oft besonders stark, wenn die Pollenbelastung am höchsten ist.

Auslöser von Allergien bei Katzen im Überblick

Die Pollenallergie kommt bei Katzen relativ häufig vor – die am meisten vorkommende Allergie ist jedoch die Flohbissallergie.1 Katzen können unter einer Reihe von Allergien leiden – bei den Auslösern für eine Allergie bei Katzen werden Luft-Allergene, Futter-Allergene, Kontakt-Allergene und Flohspeichel unterschieden.

Überblick zu den häufigsten Allergieauslösern bei Katzen
Luft-Allergene bei Katzen sind:
  • Pflanzenpollen wie etwa Gräser, Bäume, Unkraut
  • Kot von Hausstaubmilben
  • Sporen von Schimmelpilzen
  • Hautschuppen anderer Tiere
Futter-Allergene bei Katzen sind:
  • Tierische Proteine (meist Rind)
  • Kohlenhydrate
  • Zusatzstoffe
Kontakt-Allergene bei Katzen sind:
  • Pflanzen
  • Duftstoffe z. B. in der Katzenstreu oder in Pflegeprodukten
  • Inhaltsstoffe von Putz- und Waschmitteln, Shampoos oder Salben

Hat meine Katze eine Pollenallergie?

Die Anzeichen einer Allergie sind bei Katzen sehr ähnlich, egal ob Futter -, Kontakt- oder Pollenallergie. Auf eine Pollenallergie deutet allerdings ein saisonales Auftreten der Beschwerden hin.

Im Frühling und bis Mitte August solltest du daher deine Katze bei Verdacht besonders genau beobachten.

Tipp: Wirf doch einen Blick auf den Pollenflugplan! Er sagt dir, wann welche belastenden Pollenarten unterwegs sind und auch ungefähr, wie lange. So kannst du eventuell in Zusammenhang stehende Symptome schneller erkennen.

Pollenflugplan

Symptome der Pollenallergie bei Katzen

Reagiert deine Katze allergisch auf Pollen, äußert sich das in bestimmten Symptomen, die du beobachten kannst. Sie sind ein klarer Hinweis darauf, dass es Zeit ist, die Tierarztpraxis aufzusuchen.

  • Starker Juckreiz

  • Putzzwang & häufiges Kratzen

  • Hautirritationen und kahle Stellen aufgrund des übertriebenen Leckens & Kratzens (vor allem im Bauchbereich und den Pfoten)

  • Hautentzündungen als weitere Folgeerkrankung wie z. B. miliare Dermatitis oder eosinophile Granulom-Komplexe (erkennbar an Krustenbildung, gelblichen bzw. manchmal auch roten Schwellungen und/oder Geschwüren)

  • Atemgeräusche mit deutlich sichtbarer Ein- & Ausatmung an den Flanken

  • Allergisches Asthma kann, im Gegensatz zu anderen Haustieren, als Folge einer Überreaktion des Immunsystems auftreten und bewirkt ein Zusammenziehen der Bronchien. Dies führt zu Atemnot, Husten und Schleimbildung.2

  • Weitere Entzündungsreaktionen (etwa an den Ohren)

  • In seltenen Fällen: Magen-Darm-Beschwerden
Katze sitzt auf Holzpfeiler in einem Feld

Starker Juckreiz ist das Hauptsymptom einer Pollenallergie bei Katzen. Viele der weiteren Symptome treten als Folge des Juckreizes auf.

Vielleicht hast du erwartet, dass deine Katze menschenähnliche Symptome bei einer Pollenallergie aufweist. Häufiges Niesen, tränende Augen oder eine laufende Nase im Frühling bei Katzen deutet jedoch eher auf eine Erkältung als auf eine Pollenallergie hin!

Pro-Tipp: Leidet deine Katze unter Atembeschwerden oder einer Erkältung, kann sich das durch schlechteren Schlaf und weniger Bewegung manifestieren. Mit dem Tractive GPS Tracker erfährst du sofort, falls es zu Auffälligkeiten in den Verhaltensmustern deiner Katze kommt, sodass du schnell reagieren kannst. Außerdem kannst du sie jederzeit live orten.

Hund und Katze zusammengekuschelt neben Handydisplay mit offener Tractive App

Wie wird eine Pollenallergie bei der Katze diagnostiziert?

Die Diagnose einer Pollenallergie bei deiner Katze ist ein langwieriger Prozess.

Zuerst wird in der Tierarztpraxis eine gründliche körperliche Untersuchung deiner Katze vorgenommen. Dies beinhaltet das Überprüfen von Haut und Fell auf Anzeichen von Allergien, wie Rötungen, Schwellungen oder Haarausfall.

Falls der Verdacht auf eine Pollenallergie besteht, kann der Tierarzt spezifische Allergietests empfehlen. Dazu gehören Hauttests, bei denen kleine Mengen verschiedener Allergene auf die Haut aufgetragen werden, um eine Reaktion zu beobachten, oder Bluttests, die spezifische Antikörper gegen Pollen im Blut deiner Katze nachweisen.

Katze wird beim Tierarzt untersucht

Eine Differenzialdiagnose kann durchgeführt werden, um andere mögliche Ursachen für die Symptome auszuschließen. Dabei wird systematisch geprüft, ob nicht andere Allergene oder Krankheiten ähnliche Symptome hervorrufen könnten. Dies hilft, eine genaue Diagnose zu stellen und eine geeignete Behandlung einzuleiten.

Schritte der Differenzialdiagnose

  1. Ausschluss ektoparasitären Befalls (z. B. Flöhe)
  2. Ausschluss parasitärer Erkrankungen durch Untersuchung und/oder Behandlung (z. B. Würmer)
  3. Zytologische Untersuchungen der veränderten Hautstellen („Zelldiagnostik“) und Hauttests
  4. Ausschluss von Futtermittelallergien
  5. Austesten und Behandlung der Umwelt- bzw. Pollenallergie3
Weiße Katze putzt sich im Gras

Behandlungsmethoden von Pollenallergie bei Katzen

1. Vermeidung des Allergens

Lass deine Katze während hoher Pollenflugzeiten möglichst wenig ins Freie. Lüfte die Innenräume zu Zeiten mit geringen Pollenflugkonzentrationen. Am Land ist das am besten in den frühen Morgenstunden zwischen 6 und 8 Uhr, in der Stadt am besten abends zwischen 19 und 24 Uhr möglich. Staubsaugen ist gut, doch besser ist Staubwischen in regelmäßigen Abständen, damit keine Pollen aufgewirbelt werden. Auch Luftreiniger können helfen, die Pollenbelastung in deinem Zuhause zu verringern.

Wasche Decken und Körbchen, in denen sich deine Mieze oft aufhält, regelmäßig und bürste deine Katze täglich, um Allergene zu reduzieren.

Braune Katze schläft auf einer Decke

💡 Pro-Tipp: Der GPS Tracker für Katzen kann dir dabei helfen, darüber informiert zu bleiben, in welchen Gebieten sich Gefahren wie z.B. giftige Pilze befinden. Werde durch die Gefahrenmeldungen von anderen Haustierhalter:innen gewarnt oder warne selbst.

Gefahrenmeldung in der Tractive App

2. Hyposensibilisierung

Diese wird gerne auch als Allergieimpfung oder spezifische Immuntherapie bezeichnet. Dabei wird das Allergen, welches die Überreaktion des Immunsystems auslöst, der Katze in stetig steigenden Dosen zugeführt. Durch die Gewöhnung an das Allergen unterlässt der Körper mit der Zeit die allergische Reaktion. Die Injektionen werden am Anfang wöchentlich, danach alle 3-4 Wochen verabreicht und können von Besitzer:innen gegeben werden.

3. Behandlung mit Medikamenten

Kortison und Antihistaminika, wie etwa Cetirizin, eignen sich zur Behandlung einer Pollenallergie. Eine Behandlung sollte unbedingt in Absprache mit der Tierarztpraxis des Vertrauens erfolgen. Anti-Inflammatorika wie Kortison können Entzündungen und allergische Reaktionen lindern. Lass dich tiermedizinisch beraten, welche die beste Therapie für deine Fellnase ist.

Katze liegt in einer Wiese am Rande eines Feldes

Fazit: Pollenallergie bei Katzen

Wenn du den Artikel gelesen hast, weißt du nun, dass Schnupfen und Niesen kein Anzeichen für eine Allergie bei Katzen darstellen. Eine Pollenallergie kannst du stattdessen am häufigsten an Haut oder auch der Atmung der Katze beobachten.

Hast du den Verdacht, dass deine Mieze unter einer Pollenallergie leidet, heißt es, ab in die Tierarztpraxis! Die Diagnose einer Pollenallergie bei Katzen kann sich ziemlich langwierig gestalten, doch kann sich am Ende lohnen, um eine angemessene Therapie zu finden.

Leidet deine Samtpfote unter eine Pollenallergie, gibt es einige Dinge, die du selbst tun kannst, um ihre Symptome zu lindern. Egal, ob dir zu einer Vermeidung der Allergene, zu Medikamenten oder der Hyposensibilisierung geraten wird, bleib konsequent bei der empfohlenen Therapie und unterstütze deine Katze so gut du kannst. Und für die Extraportion Sicherheit: Statte deine Samtpfote mit einem GPS Tracker für Katzen aus, um sie jederzeit zu finden und ihre Werte im Überblick zu behalten.