Giftköder

Giftköder – Alles nur ein Mythos?

Unsere Vierbeiner lieben es, auf langen Spaziergängen die Welt zu erkunden. Doch leider lauern auch immer wieder Gefahren im Gebüsch, denn Hundehasser legen Giftköder aus – die für den Hund im schlimmsten Fall tödlich enden. Expertin Amalia Schoppengerd von GiftköderRadar klärt auf.

Jeder Hundebesitzer wurde schon mindestens einmal im Herrchen/Frauchen daseins mit dem „Gerücht“ über einen Giftköder konfrontiert. Der Kollege eines Nachbarn hat mal von einem Fall gehört, bei dem sogar ein Hund ums Leben kam. Doch ist es alles nur ein Märchen? Oder ist an den Geschichten nicht doch etwas Wahres dran? Mein Name ist Amalia Schoppengerd und ich sage JA, die Geschichten sind wahr!

2011 gründeten mein Mann (Sascha Schoppengerd) und ich GiftköderRadar und sind überwältigt von der Häufigkeit der polizeilich bestätigten Vorfälle. Unser Ziel ist es, die Hundehalter effektiv über die potenzielle Gefahr zu informieren und vor aktuellen Gefahren zu warnen.

GiftköderRadar informiert über aktuelle Gefahren für unsere Vierbeiner. Klick um zu Tweeten

Mehrere tausend Warnungen erreichten uns seit der Gründung von GiftköderRadar, wir sind schockiert und fassungslos über die Brutalität der Hundehasser. Zum Verletzen unserer Lieblinge werden Rasierklingen, Plastikstückchen, Rattengift, Schneckenkorn, Stecknadeln, Schrauben und andere Dinge verwendet. Der Kreativität der Hundehasser sind hierbei keine Grenzen gesetzt.

Giftköder

(Photo by giftkoeder-radar.com)

Doch Vorsicht! Nicht alles ist ein Giftköder was auf der Straße liegt. Ein Wurstbrot in der Nähe einer Schule kann von einem Kind achtlos entsorgt worden sein. Ein Stück Bockwurst auf der Straße könnte einfach jemanden aus der Hand gefallen sein. Wir raten immer dazu genau hinzusehen und auch mal kritisch nachzufragen. Natürlich unterstellen wir dem besten Freund nicht, dass er uns anlügen würde wenn er uns vor einem Köder warnt, aber einmal zu viel nachfragen kostet nichts und wir sind auf der sicheren Seite.

Folgende Eckpunkte sollten euch kritisch werden lassen:

  • wenn bei einer Warnung mehrere Hunde verletzt worden sind und diese nicht polizeilich bestätigt wurde
  • wenn man nicht genau sagen kann woran der Hund gestorben ist
  • wenn man nicht genau sagen kann wann es passiert ist
  • wenn behauptet wird „die Anzeige mache ich später, eine Warnung ist derzeit wichtiger“

 

Wenn man die Eckpunkte beachtet, kann man beruhigt auf die gewohnte Gassi-Runde gehen ohne dabei ständig in Angst leben zu müssen, dass dort mögliche Giftköder ausliegen.

Solltet ihr auf eurer Runde doch etwas „Komisches“ finden, so ist immer das Wichtigste:

  • den Fund mit einem Kotbeutel einzutüten
  • diesen zur Polizei bringen und eine Anzeige erstatten (dabei sich niemals von dem Beamten am Schalter abwimmeln lassen)
  • und erst dann die Nachbarn, Freunde und Bekannte vor der Gefahr warnen
  • am besten könnt ihr es unter https://www.giftkoeder-radar.com/ für eure ganze Umgebung tun

 

Die Polizei ist verpflichtet der Sache nachzugehen und es ist auch wichtig, dass sie es tun können. Damit sich langfristig etwas ändert, muss der Staat die Problematik kennen und erkennen. Dies passiert nur wenn die Vorfälle polizeilich erfasst werden. Wenn von 1.000 jährlich auftretenden Fällen aus Berlin nur 50 angezeigt werden, so sieht es am Ende des Jahres für den Staat nicht nach einem „Problem“ aus das gelöst werden muss. Es sieht eher nach Einzelfällen aus, die noch kein großes Problem darstellen.

Unser Fazit: Ja, die Problematik „Giftköder“ ist allgegenwärtig. Wir empfehlen den Hund immer im Blickwinkel zu behalten. Mit dem Vierbeiner zu trainieren damit dieser nichts von der Straße aufnimmt. Nicht jeder Warnung gleich blind zu vertrauen, sondern kritisch nachzufragen und bei einem tatsächlichen Fund gleich zur Polizei zu gehen.

Ein Kommentar zu “Giftköder – Alles nur ein Mythos?

  1. Giftköder sind wirklich das Allerletzte! Wieso gibt es solche Menschen? Meinem Hund brauchen die nicht begegnen!!

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