Dein Hund läuft weg? Die 6 häufigsten Gründe & wie du es vermeidest

Warum laufen Hunde weg? Erfahre die 6 Hauptgründe und erhalte Tipps, um das zu verhindern!

Dein Hund läuft weg? Wenn dein Hund wegläuft, kann das sehr schmerzhaft sein. Denn du vergötterst deinen Hund und kannst sein Verhalten einfach nicht verstehen. Damit du es besser verstehst, haben wir die wichtigsten Gründe für dich zusammengefasst. Und noch mehr, wir geben dir auch ein paar Tipps, um all das zu verhindern!

Dein Hund läuft weg: die 6 häufigsten Gründe 

Dein Hund ist normalerweise ein loyaler Begleiter? Das kann sich schnell ändern, wenn dein Hund mit diesen 6 Situationen konfrontiert wird:

  1. Ungewohnte Umgebung
  2. Läufigkeit
  3. Angst
  4. Feuerwerk
  5. Jagdinstinkt
  6. Langeweile

1. Ungewohnte Umgebung

Hunde sind Gewohnheitstiere. Dein Haus und deine Nachbarschaft werden deinem Hund schnell vertraut. Wenn du deinen Wohnort wechselst, denk daran: Es kommt oft vor, dass Hunde versuchen, den Weg zu ihrem alten Zuhause zu finden und dabei verloren gehen.

2. Läufigkeit

Die Läufigkeit von Hunden kann eine Ursache für das Weglaufen von Hunden sein. Sobald Hündinnen läufig sind, begeben sich Rüden auf die Suche nach ihrer Begierde. Oftmals ist dieses aufdringliche Verhalten vielen Hündinnen zu viel und suchen das Weite.

Läufigkeit bei Hündinnen - Zyklusphasen bei Hunden

3. Angst

Jeder Hund hat seinen eigenen Charakter, wie wir Menschen. Manche sind mutiger, andere sind eher ängstlicher. Erschreckt sich dein Hund alias “Angsthase” vor jeder Kleinigkeit? Das liegt vor allem daran, dass Hunde im Vergleich zum Menschen ganz andere Frequenzbereiche wahrnehmen können und wesentlich empfindlicher auf Geräusche reagieren.

Faktencheck: Ein Hund hört Tonhöhen von ca. 15 bis 50.000 Schwingungen pro Sekunde.

Der Mensch nimmt nur Schwingungen im Bereich von ca. 20 bis 20.000 pro Sekunde wahr. Außerdem ist die Ohrmuschel deines Vierbeiners beweglich. Somit kann dein Hund die Geräusche gezielter und vor allem besser lokalisieren.

4. Feuerwerk

Wie würdest du dich fühlen, wenn du deine Umgebung, wie oben beschrieben, viel deutlicher wahrnimmst und einmal im Jahr donnert und blitzt es plötzlich lichterloh? Wir Menschen wissen, dass Feuerwerke keine Gefahr darstellen, aber wie fühlt sich dein Hund?

Feuerwerke zählen zu den häufigsten Ursachen, warum Hunde ausbüxen.

Ein Feuerwerk ist für deinen Hund ein unvorhersehbares Ereignis, noch dazu bist du vielleicht nicht zu Hause an Silvester oder es befinden sich viele unbekannte Menschen bei dir und dein felliger Liebling muss alleine mit der Situation klarkommen.

Dein Hund wird sich entweder verkriechen, um Schutz zu suchen oder weglaufen. Beides führt dazu, dass dein Hund auf einmal nicht mehr da ist. Willst du wirklich riskieren, dass dein neues Jahr ohne deinen geliebten Liebling beginnt? Entdecke jetzt die 6 besten Tricks, wie dein Hund den Silvesterstress bestmöglich übersteht.

5. Jagdinstinkt

Jeder Hund hat den Jagdinstinkt im Blut, bei den einen ist er mehr ausgeprägt und bei den anderen weniger. Jedoch stellt dieser Instinkt viele Hundeeltern vor eine große Herausforderung, vor allem im Herbst. Besonders in dieser Jahreszeit werden viele Wildtiere von Jäger & Co bewusst für die Jagd aufgescheucht.

Es besteht das Risiko, dass dein Hund die Fährte eines Wildtieres aufnimmt und seinem natürlichen Jagdinstinkt nachgeht. Durch einen unkontrollierten Jagdtrieb kann dein sonst so loyaler Freund ausbüxen und nicht mehr zurückkommen.

Die Fährte eines Waldbewohners kann dein Hund binnen Sekunden aufnehmen.

Hunde besitzen viel mehr Riechzellen, als wir Menschen. Abhängig von der Rasse gibt es hier große Unterschiede.

Faustregel: Je länger die Schnauze, desto besser ist der Geruchssinn deines Hundes.

Hunde haben ca. 7.000 mm² Riechhirn, das entspricht ca. 10 % des Gehirns. Im Vergleich dazu haben Menschen nur ca. 500 mm² Riechhirn. Das sind ca. 1 % des Gehirns.

Wissenswertes: Hunde nehmen Gerüche auch über das Jacobsonsche Organ, auch Vomeronasalorgan genannt, wahr, welches sich im Gaumen befindet.

Die aufgenommenen Informationen werden sofort an das limbische System weitergeleitet, welches für

  • Gefühle
  • Instinkte und
  • Hormone

zuständig ist.

Exkurs: Warum jagen Hunde? Die 2 häufigsten Gründe

In der Vergangenheit haben Hunde vor allem zum Zweck der Selbsterhaltung gejagt. Heutzutage entfällt dieser Faktor, da dein Hund seine tägliche Portion Futter bequem vor die Hundeschnauze gestellt bekommt. Die 2 häufigsten Gründe fürs Jagen:

  • Hunderasse: Du hast einen rassetypischen Jäger als Hund, der dafür ausgebildet wurde oder seine Vorfahren wurden für die Jagd gezüchtet.
  • Spaß: Bei der Jagd werden Adrenalin und Glückshormone ausgeschüttet.

Wissenswertes: Zu den Glückshormonen zählen Dopamin, Noradrenalin, Serotonin und Endorphine. Diese Hormone werden auch vom Körper ausgeschüttet, wenn du verliebt bist.

Dein Hund befindet sich also in einem “Rausch-Zustand” und schwebt auf Wolke 7. Er wird von seinen Gefühle und seiner Begierde, dem Wildtier nachzuhetzen, überwältigt. Jeder noch so wohlerzogene Hund verwandelt sich somit in einen kleinen Jäger. Der Jagdinstinkt kann bis zu einem gewissen Grad abtrainiert werden, jedoch braucht das viel Training und vor allem Zeit.

6. Langeweile

Der häufigste Grund, warum Hunde davonlaufen, ist eindeutig die Langeweile. Dabei ist jede Hunderasse gleichermaßen betroffen, ebenso intelligente Hunderassen. Ein erstes Anzeichen ist das Herumkauen deines Hundes auf Socken. Dann will dein Vierbeiner das Eichhörnchen fangen oder einfach nur die Straße hinunterlaufen, um mit dem Nachbarshund zu spielen. Genau so beginnen oft nervenaufreibende Suchaktionen nach deinem Hund.

Hund läuft weg: der Jagdinstinkt ist einer der häufigsten Gründe für ein Davonlaufen

Dein Hund läuft weg und so kannst du es stoppen

Auch der am besten trainierte Hund kann einmal davon laufen. Niemand möchte jemals diese Erfahrung machen, dass sein Hund verloren geht … oder noch schlimmer dabei verletzt wird. Als verantwortungsvoller Hundebesitzer solltest du dir über diese Gefahr bewusst sein und Gegenmaßnahmen unternehmen, um das Risiko zu minimieren. Oder falls es doch passiert, solltest du wissen, dass es die richtigen Tools gibt, um so schnell wie möglich wieder mit deinem Hund vereint zu sein.

Die besten Maßnahmen für Ausbüx-Artisten sind folgende:

  1. GPS Ortungsgerät
  2. Besserer Ausbruchsschutz
  3. Entertainment

1. GPS Ortungsgerät

Der sicherste und einfachste Weg um immer zu wissen, wo sich dein Hund gerade befindet, ist ein GPS Ortungsgerät für Hunde. Dabei wird ein kleines GPS Gerät an das Halsband oder an das Brustgeschirr deines Hundes geklippt und du kannst deinen Hund auf deinem Smartphone in Echtzeit lokalisieren, wo er sich gerade befindet. Mit dem GPS Gerät von Tractive hast du auch die Möglichkeit eine Sicherheitszone, wie z. B. dein Haus oder deinen Garten, einzurichten.

Sollte sich dein Hund aus dieser vordefinierten Sicherheitszone entfernen oder diese betreten, erhältst du sofort eine Benachrichtigung auf dein Smartphone. Mit dem Tractive GPS Gerät hast du immer ein Auge auf deinen Hund, indem du jederzeit den aktuellen Standort deines Lieblings auf deinem Smartphone sehen kannst. Tractive – die digitale Leine für alle “Felle”.

Entdecke Tractive GPS

2. Besserer Ausbruchsschutz

Deine erste Möglichkeit ist ein Zaun, idealerweise ein Holzzaun. Dieser sollte zementiert oder fest in den Boden eingebaut sein, um Ausbrüche bestmöglich vermeiden zu können.

3. Entertainment

Für manche Hunde reicht es nicht aus, wenn du nur die Sicherheitsmaßnahmen erhöhst. Vielen Vierbeinern wird schnell langweilig, deshalb solltest du dir neue Möglichkeiten überlegen, um deinen Hund bei Laune zu halten.

Du kannst:

  • die Play-Area deines Vierbeiners aufpeppen
  • versuchen, mehr Zeit mit deinem Hund zu verbringen
  • dir Spiele ausdenken, die ihr zusammen meistern könnt
  • mehr Hundespielzeug kaufen

Für sehr aktive Hunde könnte auch ein Hundesitter eine gute Investition sein. Dieser kann sich rund um die Uhr um deinen Vierbeiner kümmern und ihn immer bei Laune halten.

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