Giftköder – Alles nur ein Mythos?

29. März 2021

Hier erfährst du, wann du in Bezug auf Giftköder hellhörig werden solltest und wie dir Apps mit Giftköder-Radar wie Blepi helfen können, deinen Liebling zu schützen.

Giftköder sind leider nicht nur Mythos

Unsere Vierbeiner lieben es, auf langen Spaziergängen die Welt zu erkunden. Doch leider hat nicht nur die Natur einige giftige Substanzen für unsere Vierbeiner auf Lager – es lauert auch hin und wieder eine andere Gefahr im Gebüsch – die von Hundehassern gelegten Giftköder. Diese mit Gift oder scharfen Gegenständen versehenen Fleischstückchen oder Leckerli können für den Hund im schlimmsten Fall tödlich enden. Erfahre mehr über diese grausame Praxis und wie dir eine App helfen kann, deinen Liebling zu schützen.

Wie erkenne ich einen Giftköder?

Leider ist diese Frage nicht so einfach zu beantworten. Die Giftköder werden von Tierhassern oft sehr raffiniert hergestellt, weshalb es oft unmöglich ist, diese auch als solche zu erkennen. Auch die Gründerin der Tiersitter-App Blepi, Eva Jarosova-Korte, weiß um diese Schwierigkeit des Erkennens der Giftköder Bescheid, die Brutalität der Hundehasser schockiert und macht fassungslos:

Um unschuldigen Vierbeinern möglichst zu schaden, präparieren „Tierhasser“ Leckereien wie Wurst und Fleischstückchen mit giftigen Substanzen oder gefährlichen Materialien, um diese dann gezielt an Gassi-Routen oder in Parks zu verstecken. Verwendet werden unter anderem Nägel, Nadeln, Schneckenkorn, Rattengift, Glasscherben, Schokolade, etc.

Hund vor Giftköder in einem Stück Fleisch

Doch Vorsicht! Nicht alles, was auf der Straße liegt, ist ein Giftköder. Ein Wurstbrot in der Nähe einer Schule kann von einem Kind achtlos entsorgt worden sein. Ein Stück Bockwurst auf der Straße könnte einfach jemanden aus der Hand gefallen sein.

Was kann ich gegen Giftköder tun?

Eine tolle Hilfestellung beim Auffinden von Giftködern leistet die bereits erwähnte App für Tierbesitzer Blepi, in welcher du dir einfach den gratis Giftköder-Alarm herunterladen kannst. Blepi überprüft die von Nutzern eingegangenen Giftköder-Meldungen auf ihre Richtigkeit und warnt Hundebesitzer somit vor möglichen Gefahren für ihre Vierbeiner.

Hund an der Leine mit Besitzer - Blepi-App im Vordergrund

Jarosova-Korte möchte mit der neuen Giftköder-Funktion in der Blepi-App die Aufmerksamkeit der Hundebesitzer auf dieses gefährliche Thema lenken:

Giftköder können schwere bis lebensbedrohliche Schäden bei den Tieren hervorrufen – oft kommt jede Hilfe zu spät. Der Giftköder Radar in der Blepi App soll dafür sorgen, dass es gar nicht so weit kommt und Hundebesitzer rechtzeitig informiert werden, sollten Giftköder in ihrer Umgebung gefunden werden.

Falls du die Funktion ausprobieren möchtest, kannst du das wie folgt tun:

  • Lade dir die gratis blepi App herunter und registriere dich
  • Wähle deine Stadt oder aktiviere den GPS Location-Service auf deinem Handy. Die App zeigt dir sofort, ob sich Giftköder in deiner Nähe befinden.
  • Möchtest du auf Giftköder aufmerksam machen, tippe auf den Button Giftköder und wähle die Option „Neuen Giftköder melden“
  • Falls vorhanden, lade ein Bild hoch und füge eine Beschreibung und die genaue Location hinzu, wo du den Giftköder gefunden hast
  • Tippe auf den Button „Senden“
  • Anschließend werden alle blepi-Nutzer im Umkreis von 20 km von dem gemeldeten Standort des Giftköders per E-Mail und Push-Nachricht informiert.

Wann solltest du genauer hinsehen?

Wir raten immer dazu, genau hinzusehen und auch mal kritisch nachzufragen. Natürlich unterstellen wir dem besten Freund nicht, dass er uns anlügen würde, wenn er uns vor einem Köder warnt, aber einmal zu viel nachfragen kostet nichts und wir sind auf der sicheren Seite.

Folgende 4 Eckpunkte sollten euch kritisch werden lassen:

  • wenn bei einer Warnung mehrere Hunde verletzt wurden und diese nicht polizeilich erfasst wurde
  • wenn man nicht genau sagen kann, woran der Hund gestorben ist
  • wenn man nicht genau sagen kann, wann es passiert ist
  • wenn behauptet wird, „die Anzeige mache ich später, eine Warnung ist derzeit wichtiger“

Beachte die Eckpunkte und du kannst beruhigt deine gewohnte Gassirunde drehen. 

Solltet ihr auf eurer Runde doch etwas „Komisches“ finden, dann ist das Wichtigste:

  • den Fund mit einem Kotbeutel einzutüten
  • diesen zur Polizei zu bringen und eine Anzeige zu erstatten (dabei sich niemals von dem Beamten am Schalter abwimmeln lassen)
  • und erst dann die Nachbarn, Freunde und Bekannte vor der Gefahr warnen
  • am besten könnt ihr dies in der Blepi-App für eure Umgebung tun

Die Polizei ist verpflichtet der Sache nachzugehen und es ist auch wichtig, dass sie es tun können. Damit sich langfristig etwas ändert, muss der Staat die Problematik kennen und erkennen.

Nicht jeder Warnung gleich blind zu vertrauen, sondern kritisch nachzufragen und bei einem tatsächlichen Fund gleich zur Polizei zu gehen.

Dies passiert nur wenn die Vorfälle polizeilich erfasst werden. Wenn von 1.000 jährlich auftretenden Fällen aus Berlin nur 50 angezeigt werden, so sieht es am Ende des Jahres für den Staat nicht nach einem „Problem“ aus, das gelöst werden muss. Es sieht eher nach Einzelfällen aus, die noch kein großes Problem darstellen.

Auch die drei Experten Peta, Tierarzt Rolf F. Herzel und Hundetrainer Holger Schüler haben gemeinsam ein umfassendes Giftköder Handbuch verfasst, das gratis zum Download zur Verfügung gestellt wird.


Du bist nun alarmiert? Teile es mit anderen Hundebesitzern:

Weitere interessante Beiträge

Weitere Artikel