Tractive setzt auf die 4-Tage-Woche als Arbeitsmodell der Zukunft

28. June 2022

Tractive bietet allen Vollzeit-Mitarbeiter:innen 3 Tage Wochenende bei vollem Gehalt. Die Arbeitszeit wird auf 35 Stunden an 4 Tagen die Woche aufgeteilt. Unsere Geschäftsführer, CEO Michael Hurnaus und COO Wolfgang Reisinger, erklären im Interview die Beweggründe für den Schritt.

4-Tage-Woche Tractive

Warum hat sich Tractive für die 4-Tage-Woche entschieden?

Michael Hurnaus (CEO): Kurz gesagt: Es ist zeitgemäß! Es gibt mittlerweile einige Beispiele von Unternehmen, die zeigen, dass die Produktivität gleich bleibt, wenn an 4 anstatt 5 Tagen gearbeitet wird. Die Mitarbeiter:innen erholen sich besser am Wochenende, sind motivierter und in der verbleibenden Zeit auch produktiver.

Wir sind eine junge und ambitionierte Firma, die Personen beschäftigt und sucht, die ehrgeizig sind und viel erreichen, aber gleichzeitig die notwendige Work-Life-Balance haben möchten. Um diese zu halten und anzusprechen, möchten wir zeitgemäße Strukturen schaffen und als Firma eine Vorreiterrolle einnehmen, indem wir zeigen: Es muss nicht an traditionellen Arbeitsmodellen festgehalten werden, um als Unternehmen erfolgreich zu sein – 4 Tage die Woche arbeiten genügt, um volle Leistung zu bringen!

Bedeutet das, dass die Arbeit von 5 Tagen nun einfach in 4 Tagen geschafft werden muss?

Wolfgang Reisinger (COO): Durch 3 Tage Wochenende möchten wir einerseits mehr Erholung schaffen und andererseits die Chance nutzen, gewisse Prozesse und Strukturen zu überdenken. Wir möchten unsere Mitarbeiter:innen dazu anhalten zu hinterfragen: Was habe ich derzeit für Aufgaben? Welche Tasks sind weniger sinnvoll? In welchen Meetings sitze ich? Unser Ziel ist natürlich nicht, den Stress auf die Mitarbeiter:innen zu erhöhen, sondern die Aufgabengebiete realistisch einzuschätzen, Ressourcen gerecht aufzuteilen und den Mitarbeitenden die Möglichkeit zu geben, mehr Zeit und Kraft an den Wochenenden zu schöpfen.

Island und andere Länder haben bereits gezeigt, dass durch die 4-Tage-Woche Kündigungen und Krankenstände weniger werden, physischer und mentaler Stress reduziert wird und die Mitarbeiterumfragen einen enorm hohen Zufriedenheitsgrad zeigen. Obwohl die Mitarbeitenden weniger Zeit mit Arbeit verbringen, wird nicht weniger geleistet. Wir möchten uns so organisieren, dass wir in 4 Tagen einen ähnlichen Output wie an 5 Tagen schaffen, unwichtige Aufgaben weglassen und so problemlos einen Tag weniger arbeiten können.

Welche konkreten Maßnahmen werdet ihr setzen, um die 4-Tage-Woche zu einem Erfolg zu machen?

WR: Natürlich steckt viel Arbeit hinter solch einem Schritt. Wir werden gemeinsam mit unserem HR-Team und den Führungskräften die Bedenken und Herausforderungen unseres Teams in den kommenden Wochen genau beobachten, um den Übergang zur 4-Tage-Woche so problemlos wie möglich zu gestalten und sofort zu sehen, wo wir uns umstellen müssen. Natürlich kann es sein, dass in der ersten Zeit Fragen auftauchen oder gewisse Themen besprochen und Prozesse neu aufgesetzt werden müssen, aber wir wünschen uns, dass wir es in Absprache mit unserem Team schaffen, gemeinsame Lösungen zu finden und die 4-Tage-Woche zu einem riesigen Mehrwert für alle zu machen.

Seht ihr Nachteile durch die verkürzte Arbeitszeit auf euch zukommen?

WR: Die möglichen Themen, die auf uns zukommen werden, sehen wir weniger als Nachteile, sondern vielmehr als Ansporn, Dinge neu zu durchdenken. Natürlich müssen wir gewährleisten, dass zum Beispiel unsere Kund:innen nach wie vor den gewohnten Support erhalten und so die Arbeitszeit und Ressourcen unseres Customer Happiness oder Operations Teams so gestalten, dass die 3 Tage Wochenende auf Freitag und Montag aufgeteilt sind. Außerdem möchten wir sichergehen, dass die Zeit nicht an der falschen Stelle eingespart wird, wie zum Beispiel, dass wichtige kurze Gespräche zwischen Kolleg:innen ausfallen, die im Endeffekt zu vermehrten Überstunden führen. Wir denken jedoch, dass dies durch die richtige Kommunikation verhindert werden kann.

Was wünschen sich Mitarbeiter:innen von einem “Arbeitsplatz der Zukunft”? Wie kann Tractive die Future of Work mitgestalten?

MH: Corona hat uns vor viele Herausforderungen gestellt, aber bietet auch die einmalige Chance, die Zukunft der Arbeit neu zu überdenken. Die Art und Weise, wie wir zusammenarbeiten, hat sich noch nie so schnell verändert und wir als digitales Unternehmen müssen hier federführend sein. Wir haben uns viele Gedanken gemacht, wie wir unser Arbeitsmodell der Zukunft gestalten und sind zu dem Schluss gekommen, dass ein hybrides Arbeitsumfeld mit einer Mischung aus Präsenz und Homeoffice das Richtige für uns ist und auch den Wünschen unseres Teams entspricht. Einerseits wird durch Remote Working die nötige Ruhe geschaffen, um gewisse Aufgaben zu erledigen und andererseits möchten wir unser neues Büro als Ort für persönliche Begegnungen nutzen und das Wir-Gefühl im Unternehmen stärken. Wir sehen eine regelmäßige physische Anwesenheit und persönliche Begegnung als wichtiges Element unserer Unternehmenskultur und haben auch von unseren Mitarbeitenden dieses Feedback erhalten. Zusammen mit der 4-Tage-Woche möchten wir so ein flexibles Arbeitsumfeld schaffen, in dem sich die Mitarbeitenden gesund, motiviert und ausgeglichen fühlen.

Tractive Team Picture

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