Clickertraining mit Hund

Das Clickertraining mit Hund. Eine einfach zu erlernende Methode, um deinem Vierbeiner zu sagen, welche...

Das Clickertraining mit Hund. Eine einfach zu erlernende Methode, um deinem Vierbeiner zu sagen, welche Verhaltensweisen erw√ľnscht sind. In den USA hat sich das Clickertraining bereits seit Jahrzehnten als Ausbildungsmethode f√ľr Tiere aller Art etabliert. Auch hierzulande ist es bereits auf dem Vormarsch.

Egal ob Grunderziehung oder Kunstst√ľcke – das Clickertraining mit Hund ist vielseitig einsetzbar. Auch Hundesportarten k√∂nnen damit trainiert werden. Beim Clickertraining wird auf jegliche k√∂rperliche Einwirkung oder Korrektur verzichtet, was auch den Zugang zu verhaltensgest√∂rten oder scheuen Tieren erleichtert. Lernen am Erfolg und das, ohne √Ąngste zu wecken – so lautet die Devise. Es motiviert Mensch und Hund, denn beiden macht es sehr viel Spa√ü.

Wie funktioniert das Clickertraining mit Hund?

Gleich vorweg: Clickertraining ist keine Hexerei, keine Wunderwaffe, keine Sportart und auch keine Neuentdeckung im Sinne eines Modetrends. Dennoch gibt es einen Schl√ľssel zum Erfolg: Belohne ein Verhalten und dein Hund wird es dir wieder zeigen. Als „professioneller Egoist“ wird dir dein Vierbeiner das belohnte Verhalten gerne wieder und wieder zeigen, denn er will ja „mehr“. √úber ein Leckerli oder auch ein Spiel freut er sich bestimmt.¬†M√∂chten wir erw√ľnschtes Verhalten best√§rken, m√ľssen wir blitzschnell sein. Man spricht von ca. 1 Sekunde die wir Zeit haben, unseren tierischen Wegbegleitern mitzuteilen, wie wir ihr Verhalten finden.

Nun kommt auch der „Clicker“ ins Spiel. Je nach Modell dr√ľckt man auf eine Metall-Lasche oder einen Knopf, danach ert√∂nt ein „Clickclack“, ganz klar und markant. Du musst nun im richtigen Moment auf den Clicker dr√ľcken und dein Hund wei√ü genau, wof√ľr er eine Belohnung erh√§lt. Das Clickertraining kann leicht mit einem Foto-Apparat verglichen werden: Dein Ziel ist es, ein Foto vom erw√ľnschten Moment zu schie√üen. Das Foto, das dabei entsteht, brennt sich sozusagen im Hirn des Hundes ein und er wei√ü genau, dass er dieses Verhalten wieder zeigen muss, um die Belohnung zu erhalten. So funktioniert Lernen!

Mit diesem Wissen kannst du den Clicker bereits im Training verwenden. Markiere die Dinge, die dein Hund gut macht und gib ihm sofort seine verdiente Belohnung. Einfach ausprobieren und du wirst sehen, dass du dich deinem Hund gleich viel besser verständlich machen kannst.

Wie lernt mein Hund, was das „Clicken“ bedeutet?

Der Click soll deinem Hund vermitteln „Genau richtig – hol dir deine Belohnung ab!“ Zu Beginn wei√ü dein Vierbeiner jedoch noch nichts von dieser Bedeutung. Deshalb musst du ihn zuerst konditionieren. Und so geht’s: Bet√§tige den Clicker und gib deinem Hund sofort¬†ein Leckerli. Wiederhole dieses Schema 15 Mal z√ľgig hintereinander, gehe dann in eine andere Ecke des Raumes (oder wechsle den Raum) und wiederhole das Ganze noch einmal. Dein Vierbeiner lernt dadurch „Das gilt √ľberall“. Dein Hund muss w√§hrend der Konditionierung noch nichts Spezielles tun, er bekommt das Futter noch „gratis“. ¬†Wiederhole diese √úbung am darauf folgenden Tag noch zweimal und dann kannst du mit deinen gew√ľnschten Starter-√úbungen (z.B. der Hund kann lernen, die Spitze eines Zeigestabs mit der Schnauze anzustupsen) loslegen. Die meisten Hunde sind Blitzmerker und ben√∂tigen keine tagelange Konditionierung.

Expertin Birgit Laser sagt…

„Eigentlich hielt ich die ganze ‚ÄöClickerei‚Äô f√ľr ein kleines Experiment und war fest davon √ľberzeugt, dass unsere Beziehung und Teamwork nicht mehr zu toppen seien. Was soll ich sagen: Ich wurde schnell eines Besseren belehrt! Inzwischen m√∂chte ich fast behaupten: Wer noch nie mit seinem Hund geclickert hat, der hat nie sein wirkliches Potenzial kennen gelernt.“

-Birgit Laser im Vorwort zu Ihrem Buch ‚Clickertraining‘, Cadmos Verlag 2000

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