Hund im Bett? Das Für und Wider eines gemeinsamen Schlafplatzes

8. Juni 2021

Co-Sleeping mit Hunden kann Vor- und Nachteile für uns und unsere Vierbeiner haben. Lies mehr darüber im folgenden Blog-Artikel und finde für euch die beste Lösung!

Zwei Hunde schlafen im Bett

Tatsache: Dein Hund liebt die Nähe zu seinem Lieblingsmenschen und das bist DU. Weitere Tatsache: Du liebst es, mit deinem Hund zu kuscheln. Aber deinen Fellfreund mit dir im Bett schlafen zu lassen – ist das wirklich eine gute Idee? Manche Leute werden an dieser Stelle verneinen, aber diese haben vielleicht nicht alle Fakten parat. Hier findest du die Informationen, die du brauchst – einschließlich der Vor- und Nachteile des Co-Sleepings mit Hunden – damit du entscheiden kannst, ob es das Richtige für dich ist, deinen Hund im Bett schlafen zu lassen. Und wenn du dich dagegen entscheidest, haben wir hier die besten Tipps, wie du den richtigen Schlafplatz für deine Fellnase findest.

Ein kurzer Ausflug in die Geschichte

Gemeinsam mit dem eigenen Hund im Bett zu schlafen (was du auch als Co-Sleeping bezeichnen kannst, wenn du magst), ist für dich vielleicht ganz natürlich. Und das ist keine Überraschung – Hunde und Menschen schlafen schon seit Jahrhunderten im gleichen Körbchen, quer durch alle Kulturen1. Es ist ein uralter Brauch.

In früheren Zeiten teilten domestizierte Hunde das Schlafquartier mit ihren menschlichen Bezugspersonen. Im Gegenzug beschützten sie diese und warnten sie vor Raubtieren oder Gefahren. Außerdem halfen sie ihnen, sich nachts warm zu halten, als die Heizungsmöglichkeiten in den eigenen vier Wänden noch…ähm…begrenzt waren. Im Laufe der Jahrhunderte half diese Bindung zwischen Mensch und Hund allen Beteiligten, schwierige Zeiten zu überstehen, auch bei kaltem Wetter2.

Einige Anthropolog:innen sind sogar der Meinung, dass der Drang, eng aneinander gekuschelt zu schlafen (sowohl bei Hunden als auch bei Menschen), tatsächlich in unserer DNA3 gespeichert sein könnte. Stelle dir ein Kleinkind vor, das mit einem vierbeinigen Freund kuschelt und einschläft – das geschieht fast automatisch.

Kurz gesagt, es gibt nichts Natürlicheres, als sich mit deinem Hund zusammenzurollen.

Doch bevor du dich auf die Suche nach hundefreundlichen Decken machst, solltest du einen Blick auf die Vor- und Nachteile werfen, die es mit sich bringt, deinen Hund bei dir im Bett schlafen zu lassen.

Hund im Bett mit Frauchen

Vorteile des Schlafens mit Hund im Bett

Das Bett mit deinem Hund zu teilen kann gut für dich sein, ganz egal, was andere dazu sagen. Und du bist mit deiner Meinung bei weitem nicht allein: Eine Studie des American Kennel Club ergab, dass 45% der Menschen ihre Fellnase bei sich im Bett übernachten lassen4.

Hier sind nur einige der vielen Vorteile des Schlafens mit Hund im Bett:

  • Kalte Füße? Damit ist jetzt Schluss! Mit einem Fellknäuel im Bett, das sich neben dir zusammenrollt, wirst du nie wieder kalte Zehen haben und nachts schön warm bleiben.
  • Unruhige Nächte? Das Bett mit deinem Hund zu teilen kann eine beruhigende Wirkung auf dich und dein Schlafverhalten haben.
  • Kuscheln gefällig? Gemeinsames Schlafen fördert die Ausschüttung von Oxytozin (auch bekannt als das „Liebeshormon“), das die Bindung zwischen dir und deinem Hund stärkt.
  • Angst in der Nacht? Wenn du mit deinem Hund das Bett teilst, wirst du dich um einiges sicherer fühlen. Außerdem kann er dich alarmieren, wenn er etwas Ungewöhnliches wahrnimmt.
  • Noch nicht überzeugt? Du kannst jeden Tag neben deinem besten Freund aufwachen.

Aber Vorsicht: Wenn du deinen Hund einmal in dein Bett gelassen hast, ist es nicht einfach, diese Einladung zurückzunehmen. Außerdem solltest du deinem Hund beibringen, wo er im Bett schlafen soll, damit ihr es beide bequem habt.

Bei all den Vorteilen, die ein Hund mit sich bringt, ist es keine Überraschung, dass sich das Co-Sleeping mit deinem Liebling auch positiv auf dein Wohlbefinden auswirken kann.

Aber es ist nicht immer so einfach. Im Folgenden findest du einige Nachteile des Schlafens mit Hund im Bett, die dich vielleicht davon abhalten.

Nachteile des Schlafens mit Hund im Bett

Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Tatsächlich kann das Co-Schlafen mit einem Hund unangenehm werden. Hier sind ein paar Gründe, warum du deinen Hund nicht in dein Bett lassen solltest:

  • Dein Hund wird wahrscheinlich Haare, Schmutz, Staub und andere Allergene mit ins Bett bringen. Das ist nicht gut, wenn du Allergien hast.
  • Er kann deinen Schlafzyklus stören. Hunde haben einen anderen Schlafrhythmus und könnten dich zu ungewöhnlichen Zeiten aufwecken. Wenn du ohnehin einen leichten Schlaf hast oder unter Schlaflosigkeit leidest, ist das Schlafen mit Hund möglicherweise nicht das Beste für dich.
  • Kranke Hunde, Welpen, neue Hunde oder Hunde, die noch nicht stubenrein sind, gehören definitiv nicht zu den besten Kandidat:innen für das Schlafen im Bett. Du hast höchstwahrscheinlich keine Lust auf eine unerwartete nasse Überraschung um 3 Uhr morgens!
  • Manche Hunde sehen den Platz im Bett als Teil ihres Reviers. Setze klare Grenzen rund um deinen Schlafplatz, besonders wenn dein Hund Anzeichen von Aggression oder Dominanz zeigt.
  • Wenn du deinen Hund im Bett schlafen lässt, kann dies die Anfälligkeit für Zoonosen oder Parasiten wie Zecken erhöhen. Igitt!
  • Wenn du oder dein Hund eine offene Wunde oder eine Krankheit haben, könnte die Übertragung von Krankheiten ein Risiko darstellen (obwohl dies eher selten vorkommt).
  • Wie ein kleines Kind könnte dein felliger Freund vom Bett fallen und sich verletzen.
  • Nicht zuletzt könnte es deine bessere Hälfte nicht mögen, den Hund im Bett zu haben.

Wenn einer dieser Faktoren dich von der Idee des Co-Sleepings mit deinem Hund abschreckt, dann ist es vielleicht am besten, einen anderen Schlafplatz für deinen Vierbeiner zu wählen.

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Los geht’s!

Warum dein Hund mit dir im Bett schlafen möchte

Nicht nur du findest es schön, nachts in der Nähe deines Vierbeiners zu sein. Hunde lieben es auch. Als Rudeltiere befriedigen sie ihren Instinkt für Sicherheit und Geborgenheit, indem sie in der Nähe ihrer Rudelkameraden bleiben. Außerdem werden sie instinktiv versuchen, dich in der Nacht zu bewachen.

Hunde sind auch instinktive Kuscheltiere. Wenn sie sich an dich kuscheln, wird Oxytocin ausgeschüttet – das Liebeshormon, auf das wir bereits näher eingegangen sind5. Das ist besonders wichtig für Hunde, die unter Trennungsangst leiden. Sie beruhigen sich, wenn sie mit dir im Bett schlafen dürfen. Der Mythos, dass Trennungsangst oder Aggression bei Hunden durch Co-Sleeping verursacht wird, ist genau das. Ein Mythos.

Fazit zu Hunden, die mit dir im Bett schlafen

Letztendlich solltest DU entscheiden, wo dein Hund nachts schläft und was das Beste für deine Familie ist. Es spricht nichts dagegen, wenn dein Hund bei dir im Bett schläft, oder wenn dein Hund seinen eigenen Schlafplatz hat. Egal, für welche Schlafmöglichkeit du dich entscheidest, du und dein Liebling können trotzdem eine enge Bindung aufbauen. Das Wichtigste ist, dass alle glücklich und gesund sind – und einen guten Schlaf bekommen!

Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, warum Hunde gerne mit uns im Bett schlafen, sieh dir dieses Video an oder lies mehr über das Schlafverhalten von Hunden.

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