Mit Hund joggen: Fit in den Frühling

Es gibt einige Dinge zu beachten, wenn du mit deinem Hund joggen gehen willst! Erfahre jetzt die wichtigsten Tipps!

Die Tage werden länger, die ersten Frühlingsboten sprießen aus dem Boden, die Vögel zwitschern motiviert in den Bäumen. Voller Elan und Motivation startest du ins neue Jahr mit dem Vorsatz regelmäßig zu joggen oder gar einen Marathon zu laufen!? Gassi gehen und lange Spaziergänge werden getauscht gegen regelmäßiges Joggen mit Hund. Was du wissen musst, um ohne Sorgen mit deinem Hund zu joggen:

Ab welchem Alter ist es ratsam mit dem Hund zu joggen?

Joggen mit Hund ist möglich, sobald dein Hund ausgewachsen ist. Davor wäre die Beanspruchung für ihn zu groß. In seiner Entwicklungsphase ist der Knochenaufbau noch nicht komplett abgeschlossen und seine Muskeln noch nicht vollständig ausgeprägt. Eine zu hohe Belastung in jungen Jahren würde sich schädlich auf seine Entwicklung auswirken.

Wie lange es letztendlich dauert bis er ausgewachsen ist, hängt von der Größe und insbesondere von seiner Rasse ab. Während die Wachstumsphase bei kleinen Hunderassen schon mit etwa sieben bis zehn Monaten abgeschlossen sein kann, nimmt diese bei großen Hunderassen mindestens ein Jahr, manchmal sogar bis zu 2 Jahre, in Anspruch.

Tipp: Willst du 100% sicher sein, beginne ein Lauftraining mit deinem Hund erst im Alter von mindestens 24 Monaten oder sichere dich zusätzlich ab durch einen Gesundheitscheck beim Tierarzt!

Willst du nun wissen, ob dein Hund müde vom Joggen ist, aber du bist nicht zu Hause? Mit einem GPS Tracker kannst du das Bewegungsverhalten von überall aus beobachten.

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Eignet sich zum Joggen jede Hunderasse?

Hunde sind für Bewegung gemacht. Daher ist Joggen prinzipiell für jeden Hund erlaubt. Jedoch gibt es Hunde, die sich aufgrund ihrer Anatomie oder ihres Wesens für das Joggen weniger eignen als ihre Artgenossen. Auch wie viel Bewegung dein Hund verträgt, hängt von gewissen Faktoren ab. Dazu zählen etwa sehr kurzbeinige Hunde oder sehr kleine Züchtungen wie Möpse. Einschränkungen können sich auch aufgrund der Atmung oder eines sehr jungen oder sehr hohen Alters ergeben.

Mit Hund joggen - Übersicht über Hunde die Joggen lieben und nicht lieben

Wie lange darf ich mit meinem Hund joggen?

Wie lange du mit deinem Hund joggen gehen kannst, ist abhängig vo seinem Alter und auch von seinem Körperbau. Auch wenn ein Hund ansonsten aufgeweckt herumspringt und läuft, muss klar sein: Joggen ist für den Hund auch anstrengend! Und ja, er kann, so wie du, davon Muskelkater bekommen. Diesen kannst du anhand von unrunden und steifen Bewegungen am nächsten Tag erkennen.

So wie bei dir, empfiehlt es sich daher, mit einem Aufbau- und Gewöhnungstraining zu starten (z.B. abwechselnd 5 Minuten Joggen und Gehen und langsam die Zeit steigern). Zudem muss das Ziel klar sein: während bei einer gelegentlichen kurzen Laufrunde bei gesunden, bewegungsfreudigen Hunden wenig beachtet werden muss, sind völlig andere Voraussetzungen gegeben, wenn du mehrmals pro Woche intensive oder ausgedehnte Trainingseinheiten für eine Marathon Teilnahme absolvierst. Willst du deinen Hund mitnehmen, braucht auch er ein Ausdauertraining. Beachte dabei, dass du deine Motivation und deinen Sportsgeist nicht über die Bedürfnisse deines Hundes stellst!

Ist es egal, wann ich mit meinem Hund jogge?

Nein, das ist nicht ganz egal, sondern sollte von der Außentemperatur abhängig gemacht werden.

Im Sommer sollten die kühlen Morgenstunden oder der Abend bevorzugt werden. Denn Hunde haben eine geringere Anzahl an Schweißdrüsen als Menschen und kommen schlechter mit Hitze zurecht. Vor dem Laufen in der prallen Sonne wird wegen der Gefahr eines Hitzeschlages für Mensch und Tier dringend abgeraten. Alternativ bietet es sich an bei wärmeren Temperaturen im Schatten oder im Wald zu laufen. Der Winter und kühlere Temperaturen stellen kein Hindernis für eine Laufrunde mit Hund dar. Lediglich auf eine durchgehende Bewegung sollte im Winter geachtet werden.

Als unbedenklich gilt das Joggen mit Hund bei wenigen Minusgraden bis zu angenehmen Temperaturen um die 15°C. Dann ist auch die Tageszeit egal. Achtung: Ab diesen Temperaturen friert dein felliger Vierbeiner!

Übungsanleitung: In drei einfachen Schritten zum erfolgreichen Hunde-Jogger

  1. Das Bei-Fuß-Gehen muss sitzen: Bis dein Welpe ausgewachsen ist, hast du Zeit zum Üben aller wichtigen Grundkommandos. Idealerweise ist eure Bindung so gut, dass euch diese bereits wie eine unsichtbare Leine verbindet. Dein Hund liebt es mit dir in Kontakt zu stehen und kann allen Verlockungen in der Umgebung problemlos widerstehen. Nach der Festigung des „Bei-Fuß-Gehens“ kann bei Spaziergängen als Vorbereitung das „Bei-Fuß-Laufen“ ansatzweise geübt werden: Dazu im aufmunternden Tonfall das vereinbarte Kommando geben, dem Hund das Leckerli über die Nase halten und für ein paar Meter loslaufen. Beginne mit wenigen Schritten und wenigen Wiederholungen. Mit der Zeit kannst du ein paar hundert Meter zu laufen beginnen, damit dein Vierbeiner lernt locker neben dir her zu traben. Vergiss nicht: erst wenn dein Hund ausgewachsen ist, sollst du mit ihm richtig joggen!
  1. Das Bei-Fuß-Laufen mit Leine: Dein Hund ist ausgewachsen. Jetzt kann es losgehen. Dein Hund hat bereits gelernt an der Leine zu laufen und hört ablenkungsfrei auf dein Kommando? Super. Dann steht einem gemeinsamen Laufvergnügen nichts mehr im Wege. Beginne mit wenigen Laufkilometern und steigere langsam Zeit und Distanz.

Falls es doch noch nicht so gut klappt: Gehe einen Schritt zurück. Es ist wichtig, dass dein Hund schon im Stehen & Gehen gut auf dich hört bevor du mit dem Laufen beginnst.

  1. Das Bei-Fuß-Laufen ohne Leine: Die Königsdisziplin des gemeinsamen Laufens basiert auf einer langfristig und geduldig aufgebauten, vertrauensvollen Beziehung. Egal, ob der Hund an der Leine läuft oder frei, die Aufmerksamkeit von deinem Vierbeiner muss immer bei dir liegen. Schließlich musst du sicher sein, dass dein Vierbeiner verlässlich auf bestimmte Kommandos reagiert und nicht doch plötzlich sein Jagdtrieb ausbricht und er unkontrolliert über Stock und Stein davonläuft. Passieren kann das natürlich immer – auch bei den Besten – für den Notfall kann ein GPS Tracker helfen, den Aufenthaltsort des Hundes sofort herauszufinden.

Geübt werden kann auch schon im Gehen an der Leine oder frei mit verbal unkommentierten Richtungswechsel oder spielerischen Aufgaben zwischendurch. Beim Training an der Leine sollte die Leine dabei immer leicht durchhängen.

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Die besten Tipps zum Joggen mit Hund

  • Wähle für deine Joggingrunde bevorzugt Laufstrecken mit weichem Boden: Das schont sowohl die Gelenke deines Hundes als auch deine eigenen
  • Achte auf eure Hydration: Bei sehr langen Laufstrecken und hohen Temperatur ist es sinnvoll Trinkpausen einzuplanen (bei der Routenplanung beachten oder gegebenenfalls Wasser mitnehmen)
  • Mit vollem Magen, läuft es sich nicht gut: Achte darauf, dass dein Hund tagsüber oder am Abend eine Pause zwischen Essen und Laufen von circa 2 Stunden hat. Gegen eine kurze morgendliche Laufrunde mit nüchternem Magen ist nichts einzuwenden. Läuft er mit vollem Magen, besteht die Gefahr der Magendrehung.
  • Lobende Worte: Bevorzuge beim Laufen verbales Lob statt der Gabe von Leckerlis, um die Gefahr des Verschluckens vorzubeugen.
  • Kontrolliere und pflege regelmäßig die Fußballen deines Vierbeiners: Bei Strecken auf Asphalt oder Schotterwegen können Blasen oder Risse entstehen. Schütze daher die Ballen deines Hundes mit Salben oder Cremen!
  • Gemeinsam zu Laufen ist Teamarbeit: Auch wenn du „der Boss“ bist, gilt eine Rücksichtnahme bei der Laufgeschwindigkeit sowohl für dich als auch deinen Hund. Üblicherweise hat jeder Hund eine bestimmte, bevorzugte Trabgeschwindigkeit. Hast du sie schon herausgefunden?
  • Wenn du ohne Leine joggen gehst, plane für deinen Hund eine „eigene“ Zeit ein zum Schnüffeln oder Geschäft verrichten. Ansonsten wird er zwischen dir und seinen natürlichen Geschäften hin- und hergerissen und somit gehetzt sein. Joggen sollte für beide entspannend und freudvoll sein.

Generell gilt: Geschäft vor Laufen – bevor es zum Joggen geht, müssen Hunde Zeit haben ihr Geschäft zu erledigen.

  • Wähle Tageszeiten zum Joggen mit angenehmen Temperaturen (am besten zwischen -5°C – 15°C)

Die richtige Wahl des Tempos beim Joggen mit Hund

Prinzipiell gibt der Hundehalter sowohl den Weg als auch das Tempo beim Joggen mit Hund vor. Ein gut erzogener Hund hält sich auch daran. Anfangs sollte jedoch mit einem langsamen Trabtempo begonnen werden. Die Hunde fallen nach und nach ganz automatisch in den passenden Begleitrhythmus. Da auch dein Hund ein bevorzugtes Trabtempo hat, versuche zu Beginn einen guten Kompromiss zwischen deinem und seinem Tempo zu finden.

Joggen mit Hundeleine – das passende Geschirr

Als perfekte Hundeleine beim Joggen gilt ein bequemes Brustgeschirr mit langer Leine und einem dämpfenden Gummizug am Ende. Die Leine kann dabei ruhig 1,5 bis 2 Meter lang sein. Wird die Leine um die eigene Hüfte gebunden, ermöglicht es dem Läufer eine dauerhafte Hand- und Armfreiheit für eine ergonomische Bewegung des Oberkörpers.

Du kennst noch Freunde, die auch mit ihrem Hund das Joggen beginnen möchten? Dann informiere sie und teile den Beitrag auf Social Media!

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